BUKO35: Friedensforschung kontrovers -

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Achtung - ebenso gabs den Vortrag zum Rüstungszentrum - siehe dort
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Die BIFA bereitet Workshop beim BUKO35 (alter Link weg?)vor:

Friedensforschung kontrovers - Kontroversen in der Friedensarbeit

Friedensaktive suchten und fanden immer wieder Unterstützung in der Friedensforschung, auch wenn inzwischen klar ist, daß sich große Teile der staatlich finanzierten Friedensforschung in Richtung „etablierte Politikberatung“ bewegten.

Es war jedenfalls „gut gemeint“, als bei der „Friedenskonferenz“ in München "Friedenslogik statt Sicherheitslogik" mit Hanne-Margret Birckenbach zum Thema gemacht wurde (Februar 2013). Bei näherem Hinsehen erscheint uns vieles dabei als hilflose Kritik an der herrschenden Politik. Es werden Lösungsansätze angeboten, die in Appellen an den Staat eher an Wunschdenken als an Analyse erinnern.

Die Ziele und die Zusammenhänge von Interventionen werden auf einer Ebene diskutiert, die Interessen eher verschleiern als verstehbar machen. Wir befürchten, dass diese Argumentationsweise die herrschende Militärpolitik stabilisiert und nicht in Frage stellt. Wir sehen es als notwendige Aufgabe an, in der Friedensarbeit diese Widersprüche deutlicher sichtbar zu machen, der Workshop soll dazu beitragen.

mit Peter Strutynski (Kassel) und Franz Iberl (München)

zur Ankündigung auf der BUKO35-Seite: www.buko.info/pentabarf/BUKO_35/events/105.de.html


An dieser Stelle folgen nacheinander weitere Materialien zum Workshop.


http://friedenskonferenz.info/ .. Zum Ausgangspunkt, der Einladung an Prof. Hanne-Margret Birckenbach,
dort das Manuskript: http://www.friedenskonferenz.info/pdfs/Birckenbach-MFK-2013-Red-GS.pdf (PDF 127k)

Die Ankündigung des Vortrags bezog sich auf einen Artikel in "Wissenschaft und Frieden", und beim Nachlesen kam der Gedanke und der Wunsch, da unbedingt nachhaken zu wollen:

http://www.wissenschaft-und-frieden.de/seite.php?artikelID=1787

Übrigens: In dem Artikel heißt es noch "Friedenslogik statt Sicherheitslogik", der Vortrag in München dann "Friedenslogik oder Sicherheitslogik" ...

Der Titel entspricht dem Motto der Jahrestagung der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung vor einem Jahr. Insofern kommt es nicht von Ungefähr, daß wir bei der BIFA uns "darauf stürzen" .. gab es doch just 2005 die Erkenntnis "Aktionsplan Ziviler Konfliktbearbeitung ... als trojanisches Pferd", also auch eine eher bissige Betrachtung der gleichen Schiene ...

Nachzulesen (mit etwa Geduld, das ist Amateur-Arbeit ;-) hier auf der Seite.

Das Ganze macht vor allem Sinn im Kontext der Entwicklung der Friedensforschung, dazu eine aktuelle knappe Darstellung "Von der Friedens- zur Kriegsforschung?"
http://www.frieden-und-zukunft.de/pdf/FJ_2012-3.pdf ... S. 13 und 14 (Heft PDF insges. 1.7 Mb)

Ohne dem Workshop vorgreifen zu wollen - dort bei der IMI ein wichtiger Artikel zum Thema.
www.imi-online.de/download/TM_Ausdruck_Dez2011.pdf (~340k PDF)
Die Argumentation/Beobachtungen in diesem Text bestätigen die in diesem Zusammenhang etwa seit 2005 vertretenen BIFA-Positionen ...

Und vom IMI-Kongress 2013 ist u.a. folgender Beitrag dazu interessant:
http://www.imi-online.de/2013/04/09/die-zivilgesellschaft-als-akteur-der...

Wird fortgesetzt.