Honduras-Delegation 2010

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Eine Delegationsreise zur Lage der Menschenrechte und der Demokratiebewegung nach dem Putsch
Aktualisiert: vor 11 Wochen 6 Tage

Humanitäre Krise in Mexiko: Zahl der Flüchtlingsanträge hat sich mehr als verdoppelt

Do., 9. Jan. 20, 19:44 Uhr
Von amerika21 Flüchtlinge aus Zentralamerika vor dem Migrationsinstitut in Mexiko Quelle: desinformemonos.org Mexiko-Stadt. Die Anzahl der Flüchtlingsanträge in Mexiko ist 2019 um 125 Prozent gestiegen. Insgesamt wurden 66.915 Anträge gestellt, 2018 waren es nur 26.631. Das gaben das mexikanische Innenministerium (Segob) und die Mexikanische Kommission für Flüchtlingshilfe (Comar) zu Beginn des neuen Jahres bekannt.
Aus Honduras gab es 30.000 Anträge, gefolgt von El Salvador mit 8.991, Kuba mit 8.677, Venezuela mit 7.662 und Haiti mit 5.338 Anträgen. Die geringste Zahl an Flüchtlingsanträgen kam aus Guatemala mit 3.758 und aus Nicaragua mit 2.227, wie Andrés Ramírez Silva, Generalkoordinator von Comar, über seinen Twitter-Account veröffentlichte.

Aufgrund dieser starken Migrationsströme wird das Antragstellungsverfahren beschleunigt, ohne ineffizient zu arbeiten. "Es muss garantieren, dass Menschen, deren Leben in Gefahr ist, nicht abgeschoben werden", kündigte Comar auf seiner Webseite an. Dafür hat sie ab 2019 das Terminsystem abgeschafft. Nun können die Flüchtlinge und Asylsuchende jederzeit und in jeder Niederlassung des Nationalen Migrationsinstituts (INM) ihren Antrag stellen.

2019 unterzeichneten die mexikanische Regierung und der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen ein internationales Abkommen. Dadurch bekommt Mexiko technische und finanzielle Unterstützung, um die Migration aus Zentral- und Südamerika besser bewältigen zu können.

In einem Interview mit Aristegui Noticias sprach Andrés Ramírez über das finanzielle Defizit, das trotz Hilfen der Vereinten Nationen bestehe: "Wir brauchen 100 Millionen mexikanische Pesos (ca. 4,7 Millionen Euro), um alle Kosten abdecken zu können. Zurzeit bekommen wir 47 Millionen mexikanische Pesos von der mexikanischen Regierung und 15 Millionen mexikanische Pesos von den Vereinten Nationen. Und wir müssen uns auf weitere Migrationswellen vorbereiten, denn alles deutet darauf hin, dass die Migration weiter steigen wird", so Ramirez. 2018 wurden 74 Prozent der Flüchtlingsanträge anerkannt. 2019 waren nur 27.000 von 66.915 Anträge positiv entschieden worden, teilte Comar mit.

Die steigende Antragszahl in Mexiko dürfte zumindest indirekt auch mit der Migrationspolitik der US-Regierung zusammenhängen, die im vergangenen Jahr vermehrt Ausweisungen und Deportationen vorgenommen hat. So stieg die Zahl der Abschiebungen aus den USA in zentralamerikanische Länder bereits in den ersten Tagen des Jahres 2020 weiter an. Laut dem Migrationsinstitut von Honduras sind allein in den ersten drei Tagen dieses Jahres 225 Honduraner abgeschoben worden. Die Anzahl ausgewiesener Guatemalteken erreichte bereits 2019 mit 54.547 die höchste Zahl seit 2007, wie das Migrationsinstitut von Guatemala mitteilte.

universalaristeguinoticiaslaprensareutersgob.mx

Wenn das Wasser kommt - Klimawandel in Honduras

Di., 7. Jan. 20, 12:38 Uhr
aus: npla, Markus Plate, v.11.12.2019
(Mexiko-Stadt, 2. Dezember 2019, npl) - Vor wenigen Wochen erst hat Chile die Ausrichtung der diesjährigen Klimakonferenz abgesagt – wegen der wochenlangen sozialen und politischen Proteste im Land. Der Klimagipfel findet stattdessen in Madrid statt. Dabei gehört Lateinamerika zu den vom Klimawandel am stärksten betroffenen Regionen der Welt. Bis zum Jahr 2050 könnte er jährliche Schäden verursachen, die in Zentralamerika zwei bis vier Prozent der Wirtschaftsleistung betragen. El Salvador und Honduras sind wegen ihrer Lage zwischen Pazifik und Karibik besonders gefährdet.

Zum Artikel  

Überschwemmungsgefährdet – Karte des Dep Del Valle, Honduras. Foto: Markus Plate

"Ihr seid nicht alleine!": Zweites Internationales Frauentreffen der Zapatistinnen in Mexiko

Sa., 4. Jan. 20, 12:07 Uhr
Gewalt gegen Frauen im Mittelpunkt. Erschütternde Einblicke. Neoliberale Politik der Regierung wird mitverantwortlich für Gewalt gemacht Von , Chiapas amerika21
Über 3.000 Teilnehmerinnen fanden sich beim zweiten Internationalen Frauentreffen der Zapatistinnen ein Quelle: Nina Baghery Lizenz: © Caracol Morelia, Chiapas. Auf dem Gebiet des autonomen Verwaltungs-zentrums im mexikanischen Caracol Morelia hat zwischen dem 27. und 29. Dezember das zweite internationale Frauentreffen der Zapatistinnen stattgefunden. Mit einer Kundgebung und einer eindrucksvollen Militärparade der Frauenmiliz der Nationalen Zapatistischen Befreiungsarmee (Ejército Zapatista de Liberación Nacional, EZLN) war das Festival eingeleitet worden.

Sprecherin Comandanta Amanda begrüßte die 3.259 angereisten Teilnehmerinnen aus insgesamt 49  Ländern: "Der Schmerz und die Wut über die Gewalt, die wir Frauen erleiden müssen, hat uns an diesem Ort zusammengeführt". Seit dem ersten zapatistischen Frauentreffen im März 2018 (amerika21 berichtete) sei die Zahl an "vergewaltigten, vermissten und ermordeten Frauen" weltweit gestiegen. Die Zapatistinnen erklärten, dass sie Zweifel gegenüber staatlichen Programmen zu Frauenrechten hegen, da diese aus einem kapitalistischen System entspringen und patriarchale Strukturen reproduzieren würden: "Wir Zapatistas sind anti-kapitalistisch und anti-patriarchal zugleich, denn wir verstehen die Gewalt an Frauen aus ihren systemischen Strukturen heraus."


Eine der Schlüsselaktivitäten des Festivals mit dem Titel "Gewalt an Frauen" bildete das offene Mikrofon der "Anklagen" (denuncias). Dabei luden die Zapatistinnen die Teilnehmerinnen dazu ein, öffentlich über persönliche Erfahrungen mit chauvinistischer Gewalt zu berichten. Obwohl dieser Programmpunkt nur für den ersten Tag vorgesehen war, nahmen die Berichte von misshandelten Frauen über die gesamten drei Tage der Veranstaltung hinweg kein Ende. Unzählige fassten Mut und sprachen über Erfahrungen mit häuslicher, struktureller oder rassistischer Gewalt. Frauen aus Ländern wie Mexiko, Honduras oder El Salvador gaben intime Einblicke über erschütternde Erfahrungen im Kontext der Kriminalisierung von Abtreibungen. Eine junge Mexikanerin berichtete etwa, wie sie zur Behandlung von schweren Blutungen in einem Krankenhaus eingeliefert wurde. Nachdem man festgestellte hatte, dass sie im vierten Monat schwanger gewesen war, beschuldigten sie die behandelten Ärzte eines beabsichtigten Schwangerschafts-abbruchs und verweigerten ihr die Weiterbehandlung. Sie wäre infolge des Blutverlustes beinahe ums Leben gekommen.

Die teilnehmenden Frauen wollen sich der gegen sie ausgeübten Gewalt nicht kampflos ergebenDie teilnehmenden Frauen wollen sich der gegen sie ausgeübten Gewalt nicht kampflos ergeben Quelle: María Paula González Lizenz: © Daniela Torrentera, eine junge Aktivistin des Frauenförderungs-Netzwerks "Siempre Vivas" des mexikanischen Bundesstaats Baja California, erklärte gegenüber amerika21, dass sie den Mut der Teilnehmerinnen und die Einblicke in ihre Erfahrungen mit chauvinistischer Gewalt sehr wertschätze. Sie würden ihr dabei helfen zu verstehen, dass die vielen sich ähnelnden Fälle alle einen gemeinsamen Kern hätten: "Es ist ein gesamtes System, dass Gewalt an Frauen generiert, aufrechterhält und reproduziert". In Mexiko spielten dabei neoliberale Projekte der amtierenden Regierung eine ausschlaggebende Rolle: "Diejenigen, die in erster Linie von diesen Projekten betroffen sind, sind Frauen und ihre Körper". Aktivistinnen wie Torrentera nutzten die Tage der Zusammenkunft dazu, sich grenzübergreifend zu vernetzen, um gemeinsame Strategien für "den Kampf gegen das patriarchal-kapitalistische System" zu finden.

Immer wieder äußerten die Teilnehmerinnen ihre Dankbarkeit gegenüber den Zapatistinnen dafür, einen Raum des Vertrauens geschaffen und das Festival ein zweites Mal realisiert zu haben. Während der drei Tage des persönlichen, politischen und künstlerischen Austauschs zwischen hielten sich die Zapatistinnen eher im Hintergrund auf und sorgten sich um die Planung, Organisation, Logistik, Moderation, Verpflegung und Sicherheit der Teilnehmerinnen.

Die Zapatistinnen organisierten zwar das Treffen, hielten sich aber eher im HintergrundDie Zapatistinnen organisierten zwar das Treffen, hielten sich aber eher im Hintergrund Quelle: María Paula González Lizenz: ©Eine Zapatistin mittleren Alters, die aus dem autonomen Verwaltungszentrum La Realidad zur Unterstützung angereist war, berichtete amerika21 gegenüber, dass sie jeden Morgen um fünf Uhr aufstehe, um Essen vorzubereiten. Ihr Tag ende erst nach dem späten Abendessen und der anschließenden Nach- und Vorbereitungen gegen zwei Uhr morgens. Obwohl die Arbeit in der Küche hart sei, mache es ihr nichts aus, während dieser Tage nur wenig Schlaf zu finden: "Es macht mich sehr traurig zu hören, wie viele Frauen an schrecklichen Gewalttaten gelitten haben. Gleichzeitig freue ich mich darüber, dass sie zu uns finden, um ihren Schmerz mit uns zu teilen. Dafür sind wir hier".
Erst zur Abschlusskundgebung ergriffen die Zapatistinnen wieder öffentlich das Wort. Es sei kaum zu glauben, dass "von Fortschritt, Modernität und großen Entwicklungen in dieser Welt geredet wird und es dabei so Wenige gibt, die sich vom Unglück, dem Schmerz und der Hoffnungslosigkeit der Frauen bewegen lassen". Mit ermutigenden Worten sicherten sie den Teilnehmerinnen Unterstützung zu: "Ihr seid nicht alleine! Wir sind Frauen, die kämpfen. Wir verraten uns nicht, wir geben nicht auf und wir geben auch nicht nach". Die Teilnehmerinnen wurden mit der Aufgabe verabschiedet, sich zu organisieren und international zu verknüpfen. Im Zeichen des gemeinsamen Kampfes verkündeten die Zapatistinnen bereits für den 8. März einen kollektiven Aktionstag.

Massaker in Gefängnissen fordern mehr als 50 Tote und Verletzte

Fr., 27. Dez. 19, 11:36 Uhr
 Daniela Dreißig in amerika21
Polizei und Militär haben die Kontrolle über 28 Gefängnisse in Honduras übernommen Quelle: sedena.gob.hn Tegucigalpa. Am vergangenen Sonntag ist es im Gefängnis El Porvenir im Departamento Francisco Morazan in Honduras zu einer tödlichen Auseinandersetzung gekommen, bei der durch Schuss- und Stichwaffen 19 Inhaftierte getötet wurden. Bei den Angreifern und Toten soll es sich um Mitglieder rivalisierender Gangs handeln. Bereits am 20. Dezember sind im Gefängnis in Tela im nördlichen Departamento Atlántida 19 Inhaftierte ermordet und 16 weitere Häftlinge verletzt worden.

Gemäß dem Präsidialdekret vom 16. Dezember haben Armee und die Spezialpolizei (Fusina) für die nächsten sechs Monate die Kontrolle über 28 Gefängnisse mit mehr als 21.600 Häftlingen übernommen. In Honduras sind lediglich ca. 9.000 der Inhaftierten rechtskräftig verurteilt. Das Dekret wurde infolge des Massakers vom 14. Dezember im Hochsicherheitsgefängnis La Tolva erlassen, bei dem fünf Häftlinge ermordet wurden. In einer Pressekonferenz versicherten Oberste aus Militär und Polizei, dass die jüngsten Geschehnisse eine "Eskalation der kriminellen Welt" seien, die verhindern sollen, dass die einberufene Kommission zur Intervention in den Strafanstalten, die der Polizei und Armee untersteht, die notwendige Kontrolle in den Gefängnissen des Landes übernehme.


Nationale und internationale Menschenrechtsorganisationen äußern sich indes besorgt über die Zustände in den Gefängnissen. Allein im Dezember seien 46 Inhaftierte, darunter vier Minderjährige getötet worden. Weiterhin betonte das Zentrum für Gerechtigkeit und internationales Recht, dass die honduranischen Behörden die Bedingungen durch Maßnahmen verschärft haben, die gegen internationale Menschenrechtsstandards verstoßen. Menschenrechtverteidiger würden in Ausübung ihrer Arbeit zu den Geschehnissen in den Gefängnissen bedroht, Familienangehörigen würden keine Informationen erteilt. Sie fordern die Rücknahme des Dekrets und eine Beteiligung der Menschenrechtsorganisationen in der Kommission zur Intervention in den Haftanstalten.

Im Vorfeld dieser Ereignisse wurde am 13. Dezember der suspendierte Direktor des Hochsicherheitsgefängnisses El Pozo, Pedro Ildefonso Armas, in seinem Fahrzeug erschossen. Er war Zeuge des Mordes an dem mutmaßlichen Drogenhändler Nery López Sanabria alias Magdaleno Meza, Autor der Notizbücher, die als Beweismittel im New Yorker Prozess gegen Juan Antonio "Tony" Hernández, Bruder des amtierenden Präsidenten, verwendet wurden. López wurde in Anwesenheit von Armas von Mithäftlingen im Hochsicherheitsgefängnis erschossen.

Maria Luisa Borjas, Abgeordnete der Oppositionspartei Libre, äußerte in einem Interview, dass die jüngsten Massaker in den Gefängnissen einer Säuberung gleich kämen, um Personen zu beseitigen, die Hinweise auf Aktivitäten zum Drogenhandel geben könnten. Zum anderen verfolge dies den Zweck der Privatisierung der Haftanstalten.

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Sembrando Voces

Di., 24. Dez. 19, 10:03 Uhr
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Kampagne zur Unterstützung der Arbeit von COMPPA und kommunitären Radios in Guatemala und Honduras  P { margin-bottom: 0.21cm; }A:link { } P { margin-bottom: 0.21cm; }A:link { }

Seit 16 Jahren ist die Arbeit von COMPPA dank der Unterstützung von verschiedenen internationalen Organisationen und Einzelpersonen möglich. Sie teilen unsere Vision: Eine partizipative, demokratischeund von der Basis ausgehende Kommunikation und der Aufbau von eigenen Kommunikationsmedien sind Schlüsselelemente zur Stärkung der Autonomie und der Kämpfe indigener Gemeinschaften und Basisorganisationen.
Heute starten wir diese Spendenkampagne, um unsere Arbeit weiterführen zu können.

Wir, Comunicadores y Comunicadoras Populares por la Autonomía (COMPPA), sind ein Kollektiv, das den Aufbau von alternativen Medien in Mexiko, Guatemala und Honduras begleitet und stärkt. Wir arbeiten mit über einem Dutzend indigener und kleinbäuerlicher Organisationen zusammen, die sich für die Erhaltung ihres Gemeindelandes, ihrer Kultur und für den Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen einsetzen.

 
In COMPPA sehen wir den Zugang zu Kommunikationstechnologien und Medien als ein grundlegendes Menschenrecht an, das wir ausüben, indem wir Kommunikationsmedien als Werkzeuge für die Organisation von Dörfern und Gemeinschaften nutzen. Wir glauben an den Aufbau einer Gesellschaft, in der das Recht auf Kommunikation der verschiedenen Gesellschaftssektoren respektiert wird und der gleichberechtigte Zugang zu Kommunikationsmedien garantiert wird. Dazu ist es fundamental, dass es die Gemeinschaften und Dörfer selbst sind, welche ihre eigenen Medien unterhalten und diese nach ihren Interessen und Bedürfnissen nutzen. Deshalb fördern wir die Aneignung von Mitteln und Kenntnissen, um den Aufbau von eigenen, unabhängigen Medien zu ermöglichen. Durch sie informieren die indigenen Gemeinschaften und Organisationen selbst über ihre Geschichte und Realitäten.
Wir unterstützen Basisorganisationen und indigeneGemeinden, die wenigZugangzu Informationstechnologien haben und von den kommerziellen Kommunikationsmedien nicht wahrgenommen bzw.medial ausgegrenzt werden.Dabei geht es um dieEntwicklung von Kommunikationsstrategien, dieAneignungvon Technologienund denAufbau von eigenen kommunitären Medien, vor allem kommunitärenRadiosendern. Dazu arbeiten wir auf den folgenden Gebieten:
  • Aus- und Weiterbildung von lokalen und kommunitären Journalist*innen und Techniker*innen.
  • Erarbeitung und Systematisierung von Bildungsmaterial über Kommunikation und Medien auf Basis der Bildung von Unten (Educación popular)         
          www.comppa.org/materiales-didacticos-comppa/
  • Kommunikation und Gender und die Stärkung der Beteiligung von Frauen in kommunitären Medien.
  • Wir erforschen und vermitteln geeignete und an die Notwendigkeiten der Organisationen angepasste Technologien und realisieren einen Wissens- und Erfahrungsaustausch über den Nutzen dieser Technologien zwischen dem Globalen Süden und dem Globalen Norden.
  • Die Durchführung von regelmäßigen regionalen Treffen zwischen Journalist*innen um über die kommunitäre Kommunikation zu reflektieren, Produktionen und Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Aktionen zu planen.

Mehr über unsere Aktivitäten findest du auf unserer Hompage:https://www.comppa.org
Twitter: @C0mpp4Youtube: ComppaVimeo: comppaWeb: www.comppa.org


  Mit deiner Unterstützung trägst du zur Realisierung der folgenden Aktivitäten bei:
  • Die gedruckte und digitale Veröffentlichung eines neuen, weiterführenden Handbuches über Kommunikation von Unten unserer Serie Sembrando Voces. Das Handbuch Theorie 2 erweitert unsere Buchserie und wird an kommunitäre Radios und Kollektive in Guatemala, Honduras und Mexiko verteilt. www.comppa.org/sembrandovoces/
  • Die Ausbildung von kommunitären Journalist*innen und Techniker*innen in Honduras und Guatemala.
  • Organisations- und Analyse-Treffen von Radiosendern und Basisorganisationen, die dem Mittelamerikanischen Netzwerk kommunitärer, indigener, Garífuna und feministischer Radios angehören.
Um die Durchführung dieser Aktivitäten im Jahr 2020 garantieren zu können, benötigen wir noch 10.000 USD
Deshalb laden wir dich ein, diese Spendenkampagne weiterzuverbreiten und/oder einen kleinen Beitrag zu spenden (der Betrag ist nicht wichtig, jeder nach seinen Möglichkeiten).
Ökumenisches Büro
Konto-Nr. 5617 62 58
Stadtsparkasse München
BLZ: 701 500 00
Verwendungszweck: COMPPA

IBAN: DE65 7015 0000 0056 1762 58  
SWIFT-BIC: SSKMDEMM

Solidaritätsreise Honduras 2020

Sa., 21. Dez. 19, 17:54 Uhr

Verteidigen wir Vallecito: Kampagne für Solidarität und internationale Unterstützung für die Garífunagemeinde Vallecito in HondurasP { margin-bottom: 0.25cm; line-height: 115%; }A:link {Unsere Solidaritätsreise 2020 nach Honduras findet auf Einladung und in Kooperation mit der Organización Fraternal Negra Hondureña, OFRANEH, statt. OFRANEH tritt seit über 40 Jahren für kulturelle und Landrechte der indigenen Garífuna-Bevölkerung ein, deren traditionellen Territorien an der Nordküste von Honduras liegen. Die Garífuna sind Nachfahren afrikanischer Versklavter und Arawak-Indigener, die Ende des 18. Jahrhunderts von der Karibikinsel St. Vincent an die zentralamerikanische Küste deportiert wurden. Sprache, Tänze und Musik der Garífuna wurden im Jahr 2001 von der UNESCO in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. In Honduras werden die Landrechte der Garífuna jedoch durch korrupte staatliche Behörden und externe wirtschaftliche Interessen bedroht. Tourismusprojekte, der Anbau von Ölpalmen, Viehwirtschaft, Wasserkraft- und andere Energieprojekte werden illegal durchgesetzt. Zudem sind Drogenkartelle in der Region aktiv. Für sie stellt die honduranische Küste einen wichtigen Handelsweg dar.
OFRANEH organisiert und verteidigt die Gemeinden gegen diese Interessen. Radiostationen in verschiedenen Garífuna-Gemeinden leisten dabei wichtige Informationsarbeit. Weitere Schwerpunkte der Arbeit von OFRANEH sind die Auseinandersetzung mit Genderfragen sowie mit der Klimakrise, von der die Menschen an der honduranischen Küste besonders betroffen sind.




Vallecito – die Zukunftshoffnung der Garífuna

Kokosnüsse in Vallecito, Quelle: OFRANEHDie Gemeinde Vallecito, weit weg von jeder größeren Ansiedlung und etwa zwei Stunden Fußmarsch von der honduranischen Karibikküste entfernt gelegen, gilt als Herzstück des friedlichen Widerstandes der Garífuna in Honduras. Bis 2012 noch von Großgrundbesitzer*innen und Drogenbaronen besetzt, die dort eine geheime Landepiste für Kleinflugzeuge unterhielten, ist die etwa 1.000 Hektar große Gemeinde heute wieder in Händen der Garífuna. Vallecito gehörte ihren Vorfahren und es wird nun zur Hoffnung für ein Überleben zukünftiger Generationen. Umzingelt von Ölpalmenplantagen und immer wieder belästigt von nicht eben wohlmeinenden Nachbar*innen bauen die ersten sechzig Einwohner*innen dort ein neues Gemeinwesen auf. Es gibt einen Kindergarten und eine Grundschule. Aus vielen Garífuna-Dörfern an der Küste wurden resistente, alte Sorten von Kokospalmen für eine Baumschule herbeigeschafft. Frauen pflanzen Yucca für das traditionelle Casabe-Brot. Unabhängige Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln ist das Ziel. Eine einfache Halle aus Holzstämmen und Palmblättern bietet ein Dach für traditionelle Zeremonien und basisdemokratische Versammlungen. Ein Gemeinderadio soll entstehen, die konkreten Planungen für eine Garífuna-Universität haben begonnen. 2020 will OFRANEH auch mit der Produktion von Kokosöl für den lokalen Markt beginnen.
Für all dies braucht Vallecito Sicherheit und mehr Einwohner*innen. Kein einfaches Unterfangen im Narcostaat Honduras, in Zeiten von Landraub durch Großprojekte und Sonderentwicklungszonen, der Kriminalisierung von Aktivist*innen und straffreien Morden an denen, die weiter für ihre Territorien streiten. OFRANEH ruft deshalb landesweit und international zur Verteidigung von Vallecito auf - friedlich, gewaltfrei und beständig.

Wir wollen internationale Präsenz zeigen, von OFRANEHs Erfahrungen lernen, Wissen austauschen und über Vallecito und die Kämpfe der Garífuna berichten. Dazu dient unsere Solidaritätsreise 2020.

Wir suchen Menschen, die
  • Interesse an einer Zusammenarbeit mit Menschen in Honduras haben, die an Verbesserungen ihrer Situation und der Veränderung von politischen und sozialen Rahmenbedingungen arbeiten;
    Quelle: OFRANEH
  • Lust haben, sich gemeinsam mit einer Gruppe vorzubereiten, die Reise zu organisieren und dabei viel zu diskutieren;
  • sich Zeit nehmen, um sich an drei Wochenenden über die politische Situation in Honduras, Geschichte, Kultur und Kämpfe der Garífuna sowie über Sicherheitsaspekte zu informieren, in ein Schwerpunktthema einzuarbeiten und die mit den vor Ort gewonnenen Erfahrungen weiterarbeiten wollen, z.B. durch Veranstaltungen, Medien-, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit.

Wichtig für die Teilnahme sind


  • Flexibilität, soziale und interkulturelle Kompetenz, Teamfähigkeit
  • ein gewisses - bereits in der Praxis erprobtes - Maß an Stressresistenz in angespannten, schwierigen Situationen
  • gute bis sehr gute Spanischkenntnisse
  • die Bereitschaft und Fähigkeit, für einen Aufenthalten in einer abgeschiedenen, ländlichen und heißen Gegend ohne Strom, fließendes Wasser etc. die gewohnte Komfortzone zu verlassen.

Quelle: OFRANEHWir freuen uns über Teilnehmende, die außerdem
  • Erfahrung mit Video, Social Media, Öffentlichkeitsarbeit, Journalismus
  • oder Menschenrechtsarbeit/Begleitung von bedrohten Menschenrechtsverteidiger*innen mitbringen oder aber 
  • Interesse und vielleicht sogar Vorkenntnisse zum Thema Kokos (Baumschule, Ölgewinnung, Weiterverarbeitung von Kokosprodukten, z.B. zu biologischen Waschmitteln, artesanía) haben 
  • Lust haben, gemeinsam mit OFRANEH und den Bewohner*innen von Vallecito Workshops zu veranstalten

Logistisches

Die Gesamtdauer der Reise beträgt incl. An- und Abreise vier Wochen. Sie soll im August 2020 stattfinden. Die genauen Reisedaten werden von den Teilnehmenden in gemeinsamer Absprache festgelegt.
Die drei Vorbereitungsseminare finden von März bis Juni 2020 statt. Eine unverbindliche Teilnahme am ersten Seminar ist möglich. Auch am Thema Interessierte , die vielleicht nicht selbst reisen, aber unterstützen wollen, sind willkommen. Nach dem ersten Seminar findet sich die Reisegruppe verbindlich zusammen und plant gemeinsam weiter.
Das Nachbereitungsseminar ist für Oktober oder November 2020 geplant.
Die Kosten der Reise betragen, je nach Flugpreis, voraussichtlich zwischen 1.700 und 2.000 Euro. Wir bemühen uns um Zuschüsse.

Das erste Seminar findet vom 13. bis zum 15. März 2020 in Kassel statt.

Anmeldeschluss ist der 15. Februar 2020.

Weitere Informationen und Anmeldung:


Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit e.V.

Andrea Lammers (Honduras-Referentin)

Tel. 089 – 4485945

elsal@oeku-buero.de

Das Ökubüro organisiert seit den 1980er Jahren Brigaden nach Nicaragua und El Salvador und ist Gründungsmitglied des Zusammenschlusses HondurasDelegation. Die HondurasDelegation ist ein 2010 gegründetes Solidaritäts-Netzwerk aus Gruppen und Einzelpersonen in Deutschland und Österreich. Wir haben bisher fünf Delegationsreisen nach Honduras durchgeführt; außerdem organisieren wir Rundreisen von honduranischen Menschenrechtsaktivist*innen in Deutschland und Europa, begleiten honduranische Aktivist*innen, organisieren Veranstaltungen, Eilaktionen sowie öffentliche Protestaktionen zu Honduras und veröffentlichen regelmäßig in Printmedien, Radios und Online: https://hondurasdelegation.blogspot.com/





Zeuge und Anwalt von mutmaßlichem Drogenhändler ermordet

Sa., 21. Dez. 19, 8:29 Uhr
Thomas Raabe in amerika21 Sollen Partner im Drogengeschäft gewesen sein: Der ermordete Nery López Sanabria (links) und Präsidentenbruder Tony Hernández (Kollage)Choluteca. Im Departamento Choluteca ist am vergangenen Freitag Pedro Ildefonso Armas, ehemaliger Direktor des Hochsicherheitsgefängnisses El Pozo in Honduras, von Unbekannten in seinem Auto erschossen worden. Laut der Zeitung La Prensa hat Armas bei den Behörden Schutz beantragt, da er Todesdrohungen erhalten habe.



Armas war vor sechs Wochen nach der Ermordung des in El Pozo inhaftierten Nery López Sanabria alias Magdaleno Meza, mutmaßlicher Drogenhändler, von seiner Arbeit suspendiert worden. Der Mord an López wurde von einer Überwachungskamera aufgenommen. In dem Video, das kurz danach veröffentlicht wurde, ist zu sehen, wie ein maskierter Wärter eine Tür öffnet und Mithäftlinge sofort auf López schießen und mit Messern auf ihn einstechen. Armas habe an diesem Tag mit López gesprochen.

López Sanabria alias Magdaleno Meza war Autor der Notizbücher, die im New Yorker Prozess gegen den verurteilten Drogenhändler Juan Antonio "Tony" Hernández, Bruder des amtierenden Präsidenten Juan Orlando Hernández, als Beweismittel hinzugezogen wurden. Präsident Hernández tat alle Vorwürfe, die in dem Prozess verlautbart wurden, als falsch, absurd und lächerlich ab.

Gegenüber Radio Progreso äußert der Anwalt des ermordeten López, Carlos Chajtur, es laufe alles darauf hinaus, dass die Behörden nicht ermitteln. Weder die Generalstaatsanwaltschaft noch das Innenministerium habe die Anwälte kontaktiert, um sie über die Ermittlungen zu informieren bzw. sie zu befragen, sodass das Anwaltsteam helfen könne. "Die USA würden jederzeit Auslieferungen beantragen, weil Magdaleno Meza den US-Anwälten und den Behörden Informationen zukommen ließ", so Chajtur weiter.

Bereits vor einer Woche, am 9. Dezember, ist José Luis Pinto, ein weiterer Anwalt von López, von Unbekannten erschossen worden. Der Mord an Pinto ereignete sich wenige Tage nach der Veröffentlichung von Tonmitschnitten, in denen López sich zu einer Zusammenarbeit mit der US-Drogenbehörde bereit erklärte und zu den Verbindungen des Drogenhändlers Tony Hernández aussagen wolle. Die honduranische Anwaltskammer bat seit Ende Oktober 2019 bei den staatlichen Stellen um Schutz für das gesamte Anwaltsteam.

Am 17. Januar 2020 wird in New York das Strafmaß gegen Tony Hernández festgelegt.

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Menschenrechtsorganisationen machen auf die neuesten Ereignisse aufmerksam, die die Fortführung der Arbeit von MACCIH gefährden, und fordern das Mandat zu erneuern

Fr., 20. Dez. 19, 10:20 Uhr

Nord-, Zentral-, Südamerika und Europa, 16 de diciembre de 2019. Nationale und internationale Organisationen, die für die Einhaltung der Menschenrechte in Honduras eintreten, weisen alarmierend darauf hin, dass der Nationale Kongress von Honduras am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte und einen Tag nach dem Internationalen Tag der Korruptionsbekämpfung, einen Bericht über die Aktionen, Fortschritte und Ergebnisse der Unterstützungsmission gegen Korruption und Straflosigkeit in Honduras (MACCIH) verabschiedet hat. Die MACCIH wurde im Jahr 2016 aufgrund eines Abkommens mit der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) im Land gegründet.



In dem oben genannten Bericht wird die Exekutivgewalt aufgefordert, das derzeitige Abkommen zwischen Honduras und der OAS, mit dem die Mission gegründet wurde, nicht zu verlängern. Es sei darauf hingewiesen, dass der Bericht von einer am 5. Dezember gegründeten Sonderkommission erstellt wurde, die sich aus sieben Kongressabgeordneten zusammensetzt, von denen vier der Nationalen Partei von Honduras gehören. An diesem Tag äußerte Mauricio Oliva, Kongresspräsident, gegen den die Mission ermittelt, den Medien gegenüber: „Die MACCIH ist eine Ehe mit der (Macht-) Exekutive, die sie hierher schickt, und ich entscheide, ob ich sie heilig ist oder nicht." Eine weitere Aussage von Oliva war, dass der angefertigte Bericht "rechtzeitig käme und unanfechtbar sei".

Wir erinnen daran, dass die MACCIH und die Sondereinheit gegen die Straflosigkeit der Korruption (UFECIC) 2018 den sogenannten „Pandora“ -Fall vorlegten, der einen Plan für die Veruntreuung von Regierungsgeldern für die Wahlkampagne der Nationale Partei im Jahr 2013 aufdeckte. Die Untersuchung ging gegen 38 Politiker und Beamte vor, darunter derzeitige Kongressabgeordnete. Ebenso wurde diese politische Partei in den Korruptionsfällen "Caja Chica de la Dama", "Caja Chica del Hermano", “Licitaciones fraudulentas del Seguro Social”, “Arca abierta” und “Narcopolítica" erwähnt.

Alle diese Fälle sind durch Straftaten wie: Geldwäsche, Unterschlagung öffentlicher Gelder und Verletzung der Pflichten der Funktionäre gekennzeichnet. Unter den Beteiligten, und neben den erwähnten Kongressabgeordneten sind Führungskräfte des Honduranischen Sozialversicherungsinstituts, des Nationalen Energieunternehmens (ENEE) und der aufstrebende Unternehmer David Castillo, denen vorgeworfen wird, dass sie Teil des betrügerischen ENEE-Netzwerkes im Fall des Wasserkraftwerks Agua Zarca am Fluss Gualcarque seien. Letzterer ist einer der mutmaßlichen Auftraggeber des Mordes an Berta Cáceres. Ebenso wurden durch die Ermittlungen der MACCIH und der UFECIC im Zeitraum 2010-2014 die Korruptionshandlungen der ehemaligen First Lady von Honduras, des Bruders und Sohnes des damaligen Präsidenten Porfirio Lobo Sosa aufgedeckt.

Durch die genannten Fortschritte waren die MACCIH und die UFECIC ständigen Angriffen ausgesetzt und ihr Mandat wurde untergraben. Aus diesem Grund stellen wir mit großer Besorgnis fest, dass die jüngste Maßnahme eine Reaktion des Kongresses ist, um die privaten Interessen zu schützen und eine Straflosigkeit für diejenigen zu erwirken, gegen die wegen illegaler Handlungen ermittelt wurden. Wir sind ebenfalls der Ansicht, dass die Frist von fünf Tagen sehr kurz war, um den Umfang der Mission in den vier vergangenen Jahren im Land zu untersuchen. Ebenso stellen wir fest, dass die Verlesung und Genehmigung dieses Berichts im Plenum viel zu schnell erfolgte, eine Situation, die von anderen Kongressabgeordneten, die bei der Sitzung anwesend waren, angeprangert wurde.

Parallel dazu erinnern wir daran, dass die Regierung von Honduras und die OAS ein Arbeitsgremium zur Evaluierung der MACCIH eingerichtet haben, das seinen Bericht am 12. Dezember veröffentlichte. Auf der Grundlage der von der MACCIH erzielten Ergebnisse empfiehlt das Gremium: „Erweitern Sie den aktuellen Text des MACCIH-Abkommens; und später die Erstellung der Protokolle, die die effektive und effiziente Verwaltung und Erfüllung der allgemeinen Ziele und Maßnahmen gewährleisten, die sie für notwendig halten.“

In diesem Zusammenhang fordern wir den honduranischen Staat nachdrücklich auf, das Mandat der MACCIH zu verlängern und Maßnahmen zu ergreifen, um seine Zusammenarbeit mit der UFECIC zu verstärken und die zu Verantwortlichen für schwerwiegende Korruptionshandlungen zu ermitteln, sie zu verfolgen und zu bestrafen. Die in den Korruptionsfällen Involvierten haben durch ihr Handeln weite Teile der honduranischen Gesellschaft geschwächt. Darüber hinaus fordern wir den Kongress der Republik auf, keine stigmatisierenden Erklärungen zur Arbeit der Mission im Land abzugeben und eine unparteiische Diskussion auf der Grundlage fachlicher Kriterien zu führen.

Ebenso fordern wir die OAS-Mitgliedsländer sowie ihr Generalsekretariat auf, die Erneuerung des Abkommens mit dem Staat und den mit der Mission zusammenarbeitenden Ländern und Agenturen sowie der internationalen Gemeinschaft voran zu treiben. Wir fordern sie auf ihre Stimmen zu erheben und den Vormarsch gegen die Korruptionsbekämpfung zu verurteilen.

Unterzeichnende Organisationen:

Honduras
Asociación Para Una Vida Mejor de Personas Infectadas/Afectadas por el VIH-Sida en Honduras (APUVIMEH) Coalición contra la Impunidad, compuesta por: Asociación de Mujeres Intibucanas Renovadas (AMIR), Asociación de Jueces por la Democracia (AJD), Asociación Feminista Trans (AFET), Asociación FÍAN Honduras, Asociación Intermunicipal de Desarrollo y Vigilancia (AIDEVISH), Asociación LGTB Arcoíris de Honduras, Asociación Nacional de Personas viviendo con SIDA (ASONAPVSIDA), Asociación para una Ciudadanía Participativa (ACI-Participa), Asociación por la Democracia y los Derechos Humanos (ASOPODEHU), Asociación Prevención y Educación en Salud Sexual y SIDA Tela (APREST), Pastoral Social Cáritas- diócesis de San Pedro Sula, Centro de Derechos de Mujeres(CDM), Centro de Desarrollo Humano (CDH), Centro de Educación y Prevención en Salud, Sexualidad y SIDA (CEPRES), Centro de Estudios de la Mujer- Honduras (CEM-H), Centro de Estudios Para la Democracia (CESPAD), Centro de Investigación y Promoción de los Derechos Humanos (CIPRODEH), Centro para la Prevención, Tratamiento y Rehabilitación de Víctimas de la Tortura y sus Familiares (CPTRT), Colectivo Diamantes Limeños, Colectivo Unidad Color Rosa (CUCR), Comité de Familiares de Detenidos Desaparecidos de Honduras (COFADEH), Comité de Familiares de Migrantes Desaparecidos de El Progreso (COFAMIPRO), Comité por la Libre Expresión (C-Libre), Crisálidas de Villanueva, Ecuménicas por el Derecho a Decidir, Equipo de Monitoreo Independiente de Honduras (EMIH), Equipo de Reflexión, Investigación y Comunicación (ERIC-SJ), Espacio-ACI, Familia Franciscana JPIC, Federación de Sindicatos de Trabajadores de la Agroindustria (FESTAGRO), Foro de Mujeres por la Vida, Foro Nacional de Sida (FOROSIDA), Foro Nacional para las Migraciones (FONAMIH), Foro Social de la Deuda Externa y Desarrollo de Honduras (FOSDEH), Frente Amplio del COPEMH, Organización de Mujeres intibucanas "Las Hormigas", Movimiento Ambientalista Social por la Vida (MASS VIDA), Movimiento Indígena Lenca- La Paz Honduras (MILPAH), Movimiento Ambientalista Santabarbarense (MAS), Movimiento Amplio por la Dignidad y la Justicia (MADJ), Movimiento de Mujeres por la Paz Visitación Padilla", Movimiento Unificado Campesino del Aguán (MUCA), plataforma agraria Regional del Valle del Aguán, Observatorio Permanente de Derechos Humanos del Bajo Aguan (OPDHA), Organismo Cristiano de Desarrollo Integral de Honduras (OCDIH), PBI, Plataforma internacional contra la impunidad (PI), Pastoral de Movilidad Humana (PMH), Red Nacional de Defensoras de Derechos Humanos en Honduras, Red de Participación de Organizaciones de sociedad civil Siguatepeque (RPOSC), Red de Trabajadoras Sexuales de Honduras (REDMUDE), Unión de Empresas y de Organizaciones de Trabajadores del Campo (UTC), Vía Campesina, COIPRODEN, Consejo Cívico de Organizaciones Populares e Indígenas de Honduras (COPINH), DIAKONIA Honduras,  Grupo Sociedad Civil (GSC), Plataforma Agraria del Bajo Aguán

Internacionales:
Asociadas por lo Justo (JASS), CADEHO, Centro por la Justicia y el Derecho Internacional (CEJIL)
Comisión de Derechos Humanos de Guatemala en Washington (GHRC-USA), Corporación Colectivo Ansur, Fundación para el Debido Proceso (DPLF), Honduras Delegation Iniciativa Mesoamericana de Mujeres Defensoras de Derechos Humanos (IM- Defensoras), Misereor, Oficina Ecuménica por la Paz y la Justicia, Oficina en Washington para Asuntos Latinoamericanos (WOLA), Organización Mundial contra la Tortura (OMCT)








Urgent Action Gerechtigkeit für Berta Cáceres - “Justicia para Berta”

Mi., 11. Dez. 19, 10:10 Uhr
Berta Cáceres' Mörder und drei Mittelsmänner aus Militär und von dem Unternehmen DESA sind am 2. Dezember zu 50 bzw. 30 Jahren Haft verurteilt worden.

(https://www.oeku-buero.de/nachricht-506/fall-c%C3%A1ceres-m%C3%B6rder-von-aktivistin-in-honduras-m%C3%BCssen-50-jahre-in-haft.html),

Gegen die Auftraggeber*innen, Geldgeber*innen und ihre Kompliz*innen wird immer noch nichts unternommen. Der Prozess gegen DESA-Chef Castillo wird endlos verzögert, die Konzession für das Wasserkraftwerk "Agua Zarca" besteht weiter.

COPINH bittet Gruppen und Institutionen den folgenden Appell zu unterschreiben. (Text in englisch und spanisch!)

ZUR ONLINE PETITION

Mütter aus Mittelamerika mobilisieren gegen US-Migrationspolitik

So., 8. Dez. 19, 8:40 Uhr
 Von amerika21Zentralamerikanische Mütter bei einer Kundgebung in MexikoQuelle: desinformemonos Mexiko-Stadt. Mütter verschwundener Migranten aus ganz Mittelamerika haben bei einem Protestzug durch Mexiko gegen die restriktive US-Migrationspolitik demonstriert. Zugleich forderten sie die Regierung von Präsident Andrés Manuel López Obrador auf, entschiedener gegen die Migrationsabwehr der USA vorzugehen. Die Politik der US-Regierung unter Präsident Donald Trump und der mangelnde Widerstand von Mexiko und anderer lateinamerikanischer Regierungen setze in zunehmendem Maße das Leben ihrer Kinder aufs Spiel, so die Demonstrantinnen.

Die inzwischen "15. Karawane zentralamerikanischer Mütter verschwundener Migranten" (Caravana de Madres Centroamerikanas de Migrantes Desaparecidos) machte sich auf ihrer Route durch Mexiko auch auf die Suche nach Angehörigen. Der seit 2004 jährlich stattfindende Protestzug war am 15. November vom mexikanischen Bundesstaat Chiapas aus gestartet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer legten eine Strecke von 5.000 Kilometer durch insgesamt 14 mexikanische Bundesstaaten zurück. Sie folgten einer Route, die Migranten Richtung USA in der Regel nehmen. Die Teilnehmenden konnten dabei sechs verschwundene Angehörige ausfindig machen.


Die 45 Frauen und fünf Männer aus El Salvador, Guatemala und Honduras trafen bei ihrer Reise auch Regierungsvertreter. Sie wiesen darauf hin, dass die Gewalt gegen Migranten stark zugenommen hat. Auch würden Migranten auf Grund des Truppeneinsatzes der mexikanischen Nationalgarde an der mexikanischen Grenze zu Guatemala immer öfter verletzt werden.

Die Regierung von López Obrador hat seit Juni 2019 bis zu 2.400 Mitglieder der Nationalgarde an die mexikanische Südgrenze entsandt, um die Migrationsströme aus Zentralamerika Richtung USA zu stoppen. Mexiko hat diese Maßnahme ergriffen, nachdem die USA mit Strafzöllen gedroht hatten.

Die Karawane traf auf ihrer Reise lokale Regierungsvertreter, um mehr Informationen über die Bemühungen der mexikanischen Behörden zu erhalten, verschwundene Migranten ausfindig zu machen. Die Mütter machen sich jedes Jahr zu dem Protestzug auf, weil es ihrer Meinung nach von der mexikanischen Regierung keine konkreten Hinweise über den Verbleib ihrer Angehörigen gibt. "Es sind so viele Fälle, und die Behörden sagen zwar, dass sie die Verschwundenen suchen. Doch das sind alles nur leere Versprechungen. Wir verlangen von jeder Behörde, dass sie ihre Arbeit macht und unsere Angehörigen sucht", sagte die Demonstrantin Lidia Mirilú López. In Mexiko-Stadt trafen die Aktivistinnen auch mit mexikanischen Müttern zusammen, deren Angehörige verschwunden sind.

Die Teilnehmerinnen forderten von der mexikanischen Regierung, die Migrationspolitik von US-Präsident Trump zurückzuweisen. "Wir bitten Sie darum, die Migranten nicht mehr zu misshandeln. Öffnen Sie die Grenzen. Lassen Sie sie weiterfahren", so die Mütter, die auch selbst Suchaktionen durchführen.

Seit ihrer Gründung hat die Karawane zentralamerikanischer Mütter 321 Migranten wiedergefunden. Einigen von ihnen hatten aus technischen Gründen vorübergehend keinen Kontakt mehr zu ihren Familien, weil sie etwa ihre Handynummern geändert hatten. Andere wurden von der mexikanischen Polizei festgenommen und inhaftiert, wodurch sie keinen Kontakt mehr zu ihren Familien aufnehmen konnten. Die Mehrheit der verschwundenen Migranten wurde jedoch Opfer der organisierten Kriminalität. In vielen Fällen wurden sie gezwungen, für die Drogenkartelle zu arbeiten.

nodaldesinformemonosanimalpolitico

Fall Cáceres: Mörder von Aktivistin in Honduras müssen 50 Jahre in Haft

Mi., 4. Dez. 19, 8:25 Uhr
 Von amerika21Umweltaktivistin aus Honduras: Berta Cáceres Flores (1971-2016)Quelle: G. Trucchi/Rel-UITA Tegucigalpa. In Honduras Hauptstadt Tegucigalpa hat ein Gericht unlängst das Strafmaß für vier bereits
im Januar 2019 verurteilte Auftragskiller und zwei Mittelsmänner des Mordes an der honduranischen Menschenrechtsverteidigerin und Umweltaktivistin Berta Cáceres verkündet. Die Auftragsmörder erhielten 50 Jahre Gefängnis: 34 Jahre wegen der Erschießung von Berta Cáceres in der Nacht vom 2. zum 3. März 2016 und 16 Jahre wegen versuchten Mordes an dem mexikanischen Umweltaktivisten Gustavo Castro. Er übernachtete damals in Cáceres Privathaus in der Kleinstadt La Esperanza-Intibucá und kam verletzt mit dem Leben davon.

Für zwei Mittelsmänner, den ehemalige Militär und früheren Sicherheitschef des Unternehmens Desarrollos Energéticos (Desa), Douglas Geovanny Bustillo, und den Desa-Manager für Umwelt und Soziales, Sergio Rodriguez, lautete das Strafmaß 30 Jahre und vier Monate. Der ebenfalls in das Mordkomplott verwickelte und zum Tatzeitpunkt aktive Major der honduranischen Armee, Mariano Díaz Chávez, kam mit 30 Jahren davon.


Da das Urteil nun schriftlich vorliegt, kann die Verteidigung der Täter Berufung einlegen.
Berta Cáceres und ihre Organisation Copinh hatten sich gemeinsam mit betroffenen Gemeinden gegen den Bau des Wasserkraftwerkes Agua Zarca eingesetzt, an dem unter anderem europäische Entwicklungsbanken und das Siemens-Joint Venture Voith Hydro beteiligt waren.

Die Prozesseröffnung gegen den Präsidenten der Desa, David Castillo, war im Oktober 2019 zum zweiten Mal am Widerstand seiner Anwälte gescheitert. Castillo soll für den Mord an Cáceres 500.000 Lempira (etwa 18.000 Euro) an den Mittelsmann Bustillo bezahlt und von seinen Auftraggebern eine Summe erhalten haben, die ihm den Kauf einer Luxusvilla in den USA ermöglichte.

Als Drahtzieher hinter dem Mord werden Desa-Aufsichtsräte und Aktionäre aus der mächtigen honduranischen Unternehmerfamilie Atala Zablah in Komplizenschaft mit weiteren, mutmaßlich staatlichen, Akteuren vermutet.

In Haft befinden sich zwei Ermittler der honduranischen Polizei, die versucht hatten, die Spurensicherung zu manipulieren.

Das honduranische Sicherheitsministerium hatte den Mord an Cáceres zunächst als "Verbrechen aus Leidenschaft" dargestellt.

Cáceres’ Organisation Copinh würdigte das Urteil gegen die Täter als "ersten Riss in einer Mauer totaler Straflosigkeit, mit der eine kriminelle Struktur aufrechterhalten wird, die für den Mord verantwortlich ist". Unterstützt von internationalen Organisationen und Institutionen fordern Copinh und Cáceres’ Familie die vollständige Aufklärung des Verbrechens und die Verurteilung aller Beteiligten. Genügende Beweise gegen sie lägen vor, so COPINH in einem Statement. Die Staatsanwaltschaft müsse nun endlich handeln.

www.pasosdeanimalgrandecriteriompgaipecopinh

Menschenrechtspreis der Friedrich-Ebert-Stiftung an Miriam Miranda

Do., 28. Nov. 19, 21:00 Uhr
Preisverleihung am 27.11.2019 in BerlinFoto/Grafik: https://www.fes.de/menschenrechtspreis
Die Friedrich-Ebert Stiftung würdigt mit der Verleihung des Menschenrechtspreises 2019 Miriam Mirandas Lebenswerk sowie ihr anhaltendes Engagement für die Rechte des Volkes der Garífuna und des Umweltschutzes ... weiterlesen

Videoporträt

Audiomitschnitt zur Festrede (Original)

Audiomitschnitt zur Festrede (deutsch)

Miriam Miranda - Die Rebellin der Karibikküste

Herzlichen Glückwunsch!!!

Mural Berta Cáceres ? Marielle Franco 2019 Berlin

Mi., 20. Nov. 19, 21:33 Uhr
Ein Wandbild in Berlin thematisiert soziale Kämpfe in Lateinamerika und erinnert an die beiden AktivistinnenVon , , Ocote Filmsin Portal Amerika 21, 20.11.2019


Am Beispiel von Berta Cáceres und Marielle Franco, zwei widerständigen Frauen, thematisiert das Wandbild in der Malmöer Str. 29 in Berlin soziale Kämpfe in Lateinamerika und erinnert an das Wirken und die Ermordung der beiden Aktivistinnen. Dabei werden in Form einer Collage Probleme wie Polizeigewalt, der Raubbau an der Natur, die menschenrechtliche Verantwortung deutscher Unternehmen, aber insbesondere der Widerstand dagegen sichtbar gemacht.

Die Wandbildgestaltung steht in der Tradition des mexikanischen Muralismo: Durch Wandbilder im öffentlichen Raum wird eine Sensibilisierung für gesellschaftliche Missstände angeregt und den Anliegen und Forderungen von marginalisierten Gesellschaftsgruppen Sichtbarkeit verliehen.

Das Wandbild ist auf Initiative von CADEHO (Menschenrechtskollektiv Honduras) und kollektiv Orangotango (Kollektiv für kritische Bildung und kreativen Protest) in Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern der kolumbianischen m.a.l. crew entstanden. Video von Ocote Films.

Mit dem Wandbild zeigen wir uns solidarisch mit den Kämpfen von Berta, Marielle und anderen Aktivistinnen und Aktivisten, die ihr Engagement für eine bessere Welt mit dem Leben bezahlen mussten; da in beiden Fällen auch deutsche Akteure eine Rolle gespielt haben, wollen wir darüber hinaus auch die Verantwortung deutscher Akteure für Menschenrechtsverbrechen thematisieren.

Zur Website zum Mural


Drogenregime durch Urteil geschwächt

Mi., 20. Nov. 19, 0:34 Uhr

Der Bruder des honduranischen Präsidenten wurde in den USA wegen Drogenhandels verurteilt  Daniela Dreißig in LN Nr. 546 Dezember 2019
Am 18. Oktober 2019 ist Juan Antonio „Tony“ Hernández, Bruder des amtierenden Präsidenten Juan Orlando Hernández, von einem New Yorker Gericht wegen Drogenhandels, illegalen Waffenbesitzes, Falschaussage gegenüber einer US-Behörde und Konspiration für schuldig gesprochen worden. Die Veröffentlichungen während des Prozesses zeichnen Honduras als einen Staat, dessen Institutionen von der organisierten Kriminalität durchsetzt sind. Seit dem Tag des Urteilsspruchs kam es in Honduras wiederholt zu spontanen Protesten und Blockaden, die zum Teil von der Polizei gewaltsam geräumt wurden. Die LN sprachen mit Joaquin A. Mejía, Anwalt und Menschenrechtsexperte der honduranischen Organisation Equipo de Reflexión, Investigación y Comunicación (ERIC).
Was bedeutet das Urteil gegen Tony Hernández?Das Urteil gegen ihn wiegt schwer, denn was durch die New Yorker Staatsanwaltschaft ans Licht gekommen ist, steht für die Regierung von Honduras. Es zeigt, dass Tony Hernández nur mit Komplizenschaft der gesamten staatlichen Institutionen Drogen in solch großem Ausmaß schmuggeln konnte. Die US-Staatsanwaltschaft hat bestätigt, was alle schon lange wussten.Das Urteil gibt auch Oberst Julian Aristides Gonzáles und dem Sicherheitsexperten Alfredo Landaverde Recht. Sie wurden in den Jahren 2009 und 2011 aufgrund ihrer Hinweise, dass die Drogenkriminalität den Staat kooptiert habe, ermordet. Oder Kommandant Santos Orellano, der unehrenhaft aus der Armee entlassen wurde, weil er einen Drogentransport mittels eines Hubschraubers von Tony Hernández aufdeckte. Neben Tony Hernández beschuldigte Orellano auch den aktuellen Innenminister Julián Pacheco in das Drogengeschäft involviert zu sein. Und was geschah mit dem ehemaligen Polizeidirektor Sabillón? Er setzte mit Hilfe der US-Drogenbehörde (DEA) die Anführer des Kartells "Valle-Valle" fest. Diese Operation führte Sabillón durch, ohne vorher seine Vorgesetzten im Innenministerium informiert zu haben. Es folgte seine Entlassung durch eine Kommission, die zur „Säuberung“ der Polizei eingesetzt worden war.Nun ist das Drogenregime durch das Urteil geschwächt, denn während des Prozesses wurde es mehr als hundert Mal erwähnt und als Mitverschwörer entlarvt.Vor allem werden die Doppelmoral Washingtons, die stillschweigende Komplizenschaft der Europäischen Union und die Heuchelei des Sekretariats der Organisation Amerikanischer Staaten deutlich, die alle das Drogenregime unterstützen.
Wieso interessiert sich die US-Regierung für die Regierung Hernández?Washington interessiert die Migration sowie einen Verbündeten zu haben, der exakt das macht, was Washington anordnet. Und Juan Orlando Hernández ist nun in ihren Händen, weil sie wissen, dass er ein Drogenregime führt. Es fehlt ihnen an Alternativen in der Region. Sie werden weiterhin auf ihn setzen, weil er ihnen eine gewisse Stabilität garantiert. Juan Orlando Hernández hat der Verlegung der Botschaft nach Jerusalem zugestimmt, er militarisiert die Grenzen und unterzeichnet ein Abkommen, das Honduras als sicheren Drittstaat ausweist, was ein Wahnsinn und absolut absurd ist! Solange die USA beispielsweise in Nayib Bukele, dem Präsidenten von El Salvador, noch keinen vertrauenswürdigen Verbündeten sehen, werden sie weiterhin auf Juan Orlando Hernández setzen. Das ist die Doppelmoral.Erinnern wir uns an Manuel Noriega in Panama. Obwohl die USA von seinen Verbindungen zum Drogenhandel wussten, unterstützten sie ihn solange, bis er für sie nicht mehr von Nutzen war.Honduras ist für die USA geopolitisch wichtig um zu beobachten, was in den Nachbarländern und der Region passiert. In den 1980er Jahren wurden US-Militärbasen errichtet, um gegen die revolutionären Bewegungen in den Nachbarländern vorzugehen. Heute werden die Militärbasen mit dem angeblichen Kampf gegen den Drogenhandel gerechtfertigt. Die USA wollen den Drogenhandel kontrollieren oder regulieren. Mit dem Putsch im Jahr 2009 und dem Zusammenbruch der staatlichen Institutionen hat die DEA diese Kontrolle verloren.Gemäß einem Bericht des US-Außenministeriums ist Honduras nun nicht mehr nur ein Land, durch das Drogen geschmuggelt werden. Es hat sich zu einem Land gewandelt, in dem Kokain gelagert und produziert wird.
Warum wurden zwei Tage vor dem New Yorker Urteilsspruch elf führende Militärs abgesetzt?Die Säuberung in der Armee beruht darauf, dass die Offiziere in den mittleren Rängen mit der Rolle der Armee in den Drogengeschäften und mit der Diktatur nicht einverstanden sind. Es gab Gerüchte über einen möglichen militärischen Aufstand, daher hat die Regierung diese elf Offiziere abgesetzt. So behalten Juan Orlando Hernández und seine Truppe die absolute Kontrolle.
In welchem Zusammenhang steht der Mord an Magdaleno Meza, mutmaßlicher Partner des Drogenhändlers Tony Hernández, im Hochsicherheitsgefängnis „El Pozo“ am 26. Oktober 2019?Der Mord an Magdaleno Meza, dem Autoren der Notizbücher, die dem New Yorker Gericht als Beweismittel gegen Tony Hernández vorgelegt wurden (siehe Infokasten, Anm. d. Red.), zeigt, dass die Gefängnisse in der Hand der Drogenkriminalität sind.Allem Anschein nach sind Militärs und andere hohe Funktionäre der Regierung in die Ermordung des Drogendealers involviert. In einem Video, das schnell in Umlauf gebracht wurde, wird gezeigt, wie Mithäftlinge auf Meza schießen und mit Messern auf ihn einstechen. Es enthält eine klare Botschaft: Das passiert denen, die mit der DEA kooperieren. Also seid still!Die Nationale Strafvollzugsanstalt (INP) hatte einst einen zivilen Charakter. Sie wurde jedoch 2018 per Dekret unter die Koordination des Sicherheitskabinetts gestellt. Die Interamerikanische Menschenrechtskommission veröffentlichte in ihrem jüngsten Bericht, dass die Gefängnisse von Militärs geführt und bewacht werden. Das Militär trägt die Verantwortung dafür, was in den Gefängnissen passiert. Das Hochsicherheitsgefängnis hat verschiedene Sicherheitsschleusen. Dass Schusswaffen oder große Messer da durchkommen ist eigentlich unmöglich.
Nach dem Urteil kam es zu Protesten an den Universitäten und durch die Oppositionspartei Libre. Wie verhält sich die Bevölkerung?Die politische und zivilgesellschaftliche Opposition ist geschwächt. Trotz des Ausmaßes des New Yorker Urteilsspruches reagiert die Bevölkerung immer noch nicht. Ganz einfach, weil sie Angst hat. Bisher hat das Narcoregime auf die protestierenden Leute geschossen um zu töten. Von daher ist es normal, dass die Leute Angst haben. Die Proteste halten landesweit an, sind in den Regionen jedoch unterschiedlich stark ausgeprägt. Das Problem ist, dass sie so zerstreut sind. Bisher hat kein Sektor diese verschiedenen Proteste einen können.Es zeichnet sich ein ziemlich trostloses Panorama ab. Alles deutet darauf hin, dass Juan Orlando Hernández alles in seiner Macht Stehende tun wird, um im Präsidentenamt zu bleiben.  
Foto: HondurasDelegation
JOAQUIN A. MEJIAist Anwalt und Menschenrechtsexperte der honduranischen Organisation Equipo de Reflexión, Investigación y Comunicación (ERIC). Er vertritt Opfer von Menschenrechtsverbrechen vor der Interamerikanischen Kommission und dem Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte. Er lehrt an der Fakultät für Rechtswissenschaften an der Universidad Autónoma de Coahuila in Mexiko.



******************************************************************************************************Im Schlaglicht der Zeugenaussagen des New Yorker Strafprozesses Thomas Raabe in LN Nr. 546 Dezember 2019
Das New Yorker Gericht erklärte Tony Hernández in allen Anklagepunkten einstimmig für schuldig. Er soll unter anderem Polizeibeamte zum Schutz von Drogentransporten bestochen, umfangreiche Bestechungsgelder von großen Drogenhändlern angenommen und schwerbewaffnete Kokaintransporte organisiert haben. Hernández soll dadurch insgesamt 220 Tonnen Kokain durch Honduras geschmuggelt haben.
Alexander Ardón, ehemaliger Bürgermeister von El Paraíso im Departamento Copán und Parteifreund von Hernández, sagte zu einem Treffen mit dem mexikanischen Drogenboss Joaquin „El Chapo“ Guzman im Jahr 2013 aus. Tony Hernández habe „El Chapo“ versprochen, dass dessen Kokaintransporte in Honduras geschützt würden, wenn sein Bruder im selben Jahr die Präsidentschaft gewinne. Bei diesem Treffen seien eine Million US-Dollar überreicht worden.
Der Anführer des Kartells „Los Cachiros“, Devis Leonel Rivera Maradiaga, arbeitete seit 2013 mit der DEA zusammen. Er traf Hernández im Jahr 2014 und filmte dies für die US-Behörde mit einer versteckten Kamera. Darüber hinaus erklärte Rivera, dass er mit weiteren Kongressabgeordneten der regierenden Nationalen Partei kooperierte.
Auch der ehemalige honduranische Präsident José Porfirio Lobo (2010-2013) soll zwischen 500.000 und 600.000 US-Dollar erhalten haben. Lobos Sohn Fabio wurde im Jahr 2017 wegen Drogenhandels in den USA zu 24 Jahren Gefängnis verurteilt.
Der Guatemalteke Fernando Chang sagte aus, dass er ungefähr 15 Tonnen Kokain von Tony Hernández gekauft und später an das Sinaloa-Kartell in Mexiko weiterverkauft habe. Hernández habe ihm versichert, dass er ein Drogenlabor besitze und jede Art von Waffe besorgen könne. Chang habe daraufhin Munition und Maschinengewehre gekauft. Die Munition war mit Chargennummern versehen, was untypisch sei, denn dies wäre ein Hinweis, dass sie aus Regierungsbeständen käme.
Ein weiteres Beweismittel war das Notizbuch von Nery López alias Magdaleno Meza. Es ist bei López' Verhaftung im Juni 2018 in Honduras konfisziert worden und gibt Auskunft über zahlreiche Kokaintransporte für Tony Hernández. Darüber hinaus soll es verschlüsselte Verweise auf den Präsidenten Juan Orlando Hernández enthalten.
Auch Präsident Hernández wurde mehrmals beschuldigt, Bestechungsgelder in Millionenhöhe angenommen zu haben. Staatsanwalt Jason Richman erklärte, dass der Angeklagte von seinem Bruder geschützt worden sei. Laut Zeugenaussagen habe der amtierende Präsident etwa 1,5 Millionen US-Dollar an Drogenerlösen für alle Wahlkampagnen seit dem Jahr 2005 erhalten. Präsident Hernández weist alle Vorwürfe gegen seine Regierung zurück.
Omar Malone, Anwalt von Tony Hernández, kündigte an, gegen das Urteil in Berufung zu gehen. Dem Verurteilten droht eine Haftstrafe zwischen 30 Jahren und lebenslanger Haft. Am 17. Januar 2020 soll das Strafmaß festgelegt werden.

#FueraJOH!

Di., 5. Nov. 19, 22:42 Uhr
Soziale Bewegungen in Honduras trotzen den Bedrohungen – von den 80er-Jahren bis heute  aus: ila, Nr. 429Foto: Ariel Montoya, La Ceiba_Juli 2019Als in Honduras vor zehn Jahren der Militär-putsch gegen den damaligen Präsidenten Manuel Zelaya stattfand, waren die neuen Machthaber vom Widerstand der Bevölkerung überrascht. Dass die sozialen Bewegungen 2009 mit so großer und geeinter Stärke auf die Straße gingen und bis heute bunt und aktionsreich protestieren, ist Teil einer langen und bewegten Protestgeschichte in Honduras. In den 80er-Jahren hatten sich Organisationen und Aktionsformen gebildet, mit denen viel erreicht und bis heute die Grundlage für eine vielfältige Zivilgesellschaft geschaffen wurde. Auch wenn sie in Europa nicht besonders wahrgenommen wurden, waren es die sozialen Bewegungen, die in Honduras die schlimmsten Auswirkungen der neoliberalen Politik verhinderten. Ihnen ist es auch zu verdanken, dass die Demokratie zumindest auf minimalem Niveau aufrechterhalten werden konnte.  Weiterlesen

Kriminalität bei US-Behörde, Migrantin zeigt Mitarbeiter wegen Vergewaltigung an

Mo., 4. Nov. 19, 17:07 Uhr
von Melanie Schnipper in amerika21

Washington. Mehrere Nachrichten der letzten Tage berichten über Fälle von Korruption und  Machtmissbrauch bei der Polizei- und Zollbehörde der USA (ICE) des Ministeriums für Heimatschutz der USA.
Migranten in den USA sind der Polizei- und Zollbehörde ICE und ihren Mitarbeiten schutzlos ausgeliefert Quelle: resumenlatinoamericano Die ICE sei im Ministerium als die "Prätorianergarde“ bekannt. Der Begriff, der für die Garde der römischen Kaiser genutzt wurde, soll darauf hinweisen, dass die Behörde mehr und mehr vor allem die Interessen von Präsident Donald Trump vertritt: Sie propagiere und ermögliche die von ihm proklamierte Null-Toleranz-Politik gegenüber Migranten maßgeblich.

Schon während des Wahlkampfes 2016 unterstützte die Mehrheit der ICE-Mitarbeiter Trump. Dieser erklärte daraufhin, die Behörde sei für den Bau der Grenzmauer und teile seine Bezeichnung von Migranten als "Kriminelle, Vergewaltiger und Drogenhändler". Das auf acht Milliarden US-Dollar erhöhte Budget ermöglicht es der ICE schließlich, Rekordzahlen bei Inhaftierungen, Abschiebungen und Trennungen von Familien zu erreichen.

Die Kriminalität bei der Grenzschutzpolizei (CBP) hat laut einem internen Bericht der US-Regierung ein Rekordhoch erreicht. CBP und ICE gehörten schon länger zu den am schlechtesten bewerteten Behörden innerhalb des Heimatschutzministeriums.

Dabei ist vor allem Korruption weit verbreitet. 114 CBP-Mitarbeiter wurden zwischen 2005 und 2012 wegen Korruption verhaftet oder angeklagt. Der Bericht für 2018 listet sieben korruptionsbezogene Verhaftungen auf, vier wegen nicht spezifizierter Wirtschaftskriminalität und mehrere wegen "Fehlverhaltens".

Ein Fall, der jetzt vor Gericht gebracht wird, zeigt die Auswirkungen der Position des ICE: Eine in Connecticut lebende Honduranerin wurde jahrelang von einem Beamten sexuell missbraucht.

Beide trafen 2006 zum ersten Mal aufeinander. Der Beamte erfuhr dabei, dass die Migrantin und ihre Familie ohne Aufenthaltspapiere im Land lebten. Im Anschluss vergewaltigte er sie zum ersten Mal. Er drohte ihr mit Gewalt und Abschiebung und vergewaltigte sie sieben Jahre lang bis zu vier Mal pro Woche. Während der Zeit wurde sie drei Mal von ihm schwanger, er zahlte die Abtreibungen. Auch als er das Amt verließ, drohte er ihr weiterhin, sodass sie erst 2019 den Mut fasste, das Verbrechen anzuzeigen.

Dieser Fall zeigt erneut, dass die bestehenden Strukturen die ICE und ihre Mitarbeiter in eine Machtposition versetzen, denen Migrantinnen und Migranten schutzlos ausgeliefert sind.


resumenlatinoamericano

Junkerland in Bauernhand Nr. VI

So., 3. Nov. 19, 20:51 Uhr
Soliparty für Umweltaktivist*innen in Honduras mit Fotoausstellung, Live-Musik und Djs am 15.11.2019, ab 22:00 NY 59 im Bethanien 10 Jahre sind seit dem Militärputsch in Honduras vergangen, das sind 10 Jahre Widerstand von indigenen und kleinbäuerlichen Organisationen gegen massiven Landraub durch Bergbau, Wasserkraftwerke und Agroindustrie.
Mit der Soliparty rufen wir zu internationaler Solidarität mit den Aktivist*innen in Honduras auf, die sich gegen die Unternehmen und die korrupte Regierung wehren. Dafür werden sie kriminalisiert, verfolgt, verhaftet und ermordet, wie dies aktuell in Guapinol, Dpt. Colón der Fall ist. Wegen der Proteste gegen ein Bergbauprojekt in einem Naturschutzpark wurden 7 Personen festgenommen <https://hondurasdelegation.blogspot.com/2019/09/kriminalisierung-von-umwelt-protesten.html> und in ein Hochsicherheitsgefängnis gebracht.

Soliparty mit:

• Fotoausstellung “10 Jahre Widerstand seit dem Militärputsch in Honduras”,
• Live-Musik Nicolás Miquea<https://www.youtube.com/watch?v=OQrYZX61Bz8> (Liedermacher) • Djs : ? Bony Selektor<https://www.youtube.com/watch?v=FJJq54eYKVM> (Cumbia-Latinfusion)
• Kollektiv Paranormal Unfall<https://soundcloud.com/solidstaitparanrmalunfall/paranormalsolidstaitone> (Uk Bass, House,Techstep) ?
• NG Selecta<https://soundcloud.com/guerilljah/digital-rock> ( Reggae,Dub-Bassmusic) ?
• Dj Tamson<https://bit.ly/2pgQ3F7> (HipHop, Cumbia)
• Solyverlosung mit Überraschungspreisen!!

New Yorck 59 im Bethanien Mariannenplatz 2A, 10997 Berlin-U Görlitzer Bahnhof, Kottbuser Tor; S Ostbahnhof Bethanien-Südflügel, Eingang rechts

#ATENCIÓN DENUNCIA PÚBLICA (es/en)

Mi., 30. Okt. 19, 6:29 Uhr
Este sábado 26 de Octubre, una misión de solidaridad con Rio Blanco visitó a la comunidad debido a las ultimas quemas y envenenamiento a los cultivos de la comunidad por parte de la familia Madrid. Cuando nuestras compañeras y compañeros se trasladaba a los predios de la Vega del Culatón donde la comunidad trabaja la tierra, los mismos responsables de las quemas y envenenamiento, obstaculizaron el paso de una vía pública que lleva a los cultivos de la comunadiad y amenazaron con armas y machetes a lxs compañerxs que fueron a acompañar a la comunidad.
A continuación presentamos un resumen con los distintos ataques vividos este fin de semana. Sábado 26 Octubre -La Familia Madrid amenaza y hostiga con armas a compañerxs de distintas comunidades de COPINH cuando se dirigían a la Vega del Culatón. - José Madrid propinó insultos cargados de violencia machista, difamación y amenazas a nuestra Coordinadora General Berta Zúniga

- Darwin Sánchez Dominguez fue amenazado de muerte por parte de miembros de la familia Madrid. 
-La noche del sábado miembros de la familia Madrid cortaron los frenos del bus que trasladaba a las comunidades de COPINH poniendo en riesgo la vida de familias completas, niñas, niños, mujeres embarazadas y mayores de edad.

-Fredy Leonel Sánchez, hijo de Rosalina Dominguez, al regresar de la Vega del Culatón sufrió un atentado por parte de Alex Madrid hijo de Donato Madrid, quien lo atacó tres veces con el machete a la cara. Él pudo esquivarlos y se defendió.

Leonel Madrid, también hijo de Donato, estaba cerca escondido con un machete. Fredy ya había sido atacado hace 22 días, también con machete, cuando regresaba a su casa.

- Los conductores de COPINH por la noche fueron hostigados y dispararon al carro con el fin de amedrentar a nuestros compañeros.

- El domingo por la mañana, uno de los carros fue interceptado por la familia Madrid, el conductor fue amenazado de muerte, tomando fotografías a su rostro y a la placa del carro.

Entendemos estos ataques sistemáticos y la impunidad en la que continúa la familia Madrid tras las innumerables denuncias hechas este año, como un reflejo del irrespeto al territorio de los pueblos indígenas y a la imposición de proyectos sin el previo consentimiento de los pueblos; generando violencia y división en las comunidades.

Estos ataques son el resultado de la digna lucha y resistencia de la comunidad de Río Blanco por la defensa de su tierra y su título ancestral de terratenientes amparados por el Estado que solo buscan enriquecerse con los recursos de los pueblos.

Responsabilizamos al Estado hondureño por cualquier daño en contra la integridad física y mental de los compañeros y compañeras de Río Blanco. Sus vidas están en grave riesgo.

Exigimos de manera urgente a la Alcaldía de Intibucá, Instituto Nacional Agrario, Ministerio Público, Policía Nacional parar la violencia contra la comunidad con acciones contundentes que resuelvan el conflicto en la comunidad.

Hacemos un llamado a la solidaridad nacional e internacional para exigir que se implementen las medidas de protección básicas para Río Blanco por parte del Mecanismo de Protección debido a los constantes ataques que se viven en la comunidad. Mecanismo de Protección: +504 9874-8595 
Encargado de DDHH de la embajada de EE.UU: +504 9463-6353 
Secretaria de Derechos Humanos en Honduras: +504 9995-5297 
Instituto Nacional Agrario: +504 2239-8397 
Policía Nacional +504 2783-4067 
Dirección Policial de Investigaciones: 2240-0400 
Ministerio Público:+504 2764-5889 
#RíoBlancoResiste 
#SolidaridadRíoBlanco

 englisch



Summary

Saturday October 26, a solidarity mission to Rio Blanco visited the community because of the recent burning and poisoning of the crops by the Madrid family. When the mission got near Vega del Culatón where the community works the land, the vandals blocked the public road and threatened the mission with guns and machetes. A list of recent attacks:

October 26 Madrid family threatens mission with weapons; José Madrid directs violent machista insults and slandars at COPINH's Coordinator, Berta Zúniga; death threats made against Darwin Sánchez Domingues; Saturday night the Madrid's cut the brake lines of the mission's bus; Rosalina Dominguez's (a leader of Rio Blanco) son Fredy Leonal Sanchez was attacked 3 times with a machete (was able to defend himself and wasn't harmed). Fredy was attacked previously including 22 days ago; the drivers for COPINH were harassed and threatened.

October 27 A COPINH vehicle was intercepted by the Madrids and the driver threatened and photos taken of his face and the car license plate. COPINH understands attacks and impunity of Madrid family reflect disrespect for indigenous rights and are part of imposition of projects without prior consent. The Honduran State is responsible for anything that happens to the community. Urgently demand that the Mayor of Intibuca, the Agrarian Institute, Public Ministry and National Police put an end to the violence by taking actions to resolve the conflict. COPINH calls for solidarity internationally and nationally to demand that the ordered protective mechanisms are fully implemented because of the constant attacks against the community.

Call: Mecanismo de Protección: +504 9874-8595 (Honduran Protective Mechanisms Office)

Encargado de DDHH de la embajada de EE.UU: +504 9463-6353 (US EMBASSY HUMAN RIGHTS OFFICER)
Secretaria de Derechos Humanos en Honduras: +504 9995-5297 (Sec. of Human Rights)

Instituto Nacional Agrario: +504 2239-8397 (National Agrarian Institute)

Policía Nacional +504 2783-4067 (National Police)

Dirección Policial de Investigaciones: 2240-0400 (National Police Investigation Bureau)

Ministerio Público:+504 2764-5889 (Public Ministry)

Mutmaßlicher Partner von Drogenhändler Hernández in Honduras getötet

Di., 29. Okt. 19, 8:46 Uhr
Von amerika21
Nery López Sanabria (links) und Präsidentenbruder Tony Hernández (Kollage)Santa Bárbara. Tegucigalpa. Im Hochsicherheits-gefängnis "El Pozo" in Honduras ist der mutmaßliche
Drogenhändler Nery López Sanabria alias Magdaleno Meza Fúnez von Mithäftlingen am Samstag erschossen worden. López Anwalt Carlos Chajtur hatte im Vorfeld die Behörden wegen eingegangener Todesdrohungen gegen seinen Mandanten alarmiert und die Verlegung in ein anderes Gefängnis beantragt. Darauf sei nie reagiert worden. Er macht nun die Regierung und den Vizedirektor German Mcneil für diesen Mord verantwortlich.

Migdonia Ayestas, Direktorin für die Stelle zur Beobachtung von Gewalt, kritisierte das Gefängnissystem. Gefängnisse seien eigentlich sichere Orte, an denen es durch die Kontrolle des Staates nicht zu solchen Todesfällen kommen könne. "Oder handelt es sich um selektive Todesfälle, um Menschen zum Schweigen zu bringen, die Notizbücher hatten, in die (Aktivitäten) des Drogenhandels geschrieben wurden, an denen Politiker beteiligt sind?" so Ayestas weiter.

López' Notizbuch war bei seiner Verhaftung im Juni 2018 konfisziert worden. Es enthält zahlreiche Details über Kokaintransporte an Juan Antonio "Tony" Hernández, den Bruder des amtierenden Präsidenten von Honduras, Juan Orlando Hernández. Die New Yorker Staatsanwaltschaft legte das Notizbuch als Beweismittel gegen den am 18. Oktober verurteilten Tony Hernández vor. Es soll zudem verschlüsselte Verweise auf Juan Orlando Hernández enthalten.

Ein weiterer Zeuge sagte aus, dass Tony Hernández dem inhaftierten Drogenboss Joaquin "El Chapo" Guzman Schutz für seine Drogentransporte versprochen habe. Der amtierende Präsident soll dieser Quelle zufolge zudem etwa 1,5 Millionen US-Dollar aus Drogenerlösen für seine Wahlkampagne im Jahr 2013 erhalten haben. Der Präsident weist alle Beschuldigungen, die in diesem Prozess öffentlich wurden, zurück.

López soll auch Partner des honduranischen Kartells Valle-Valle gewesen sein, deren Anführer im Jahr 2015 in die USA ausgeliefert wurden. Der Prozess gegen López sollte im Januar 2020 beginnen.

Aufgrund der in New York bekannt gewordenen Verbindungen der Drogenkartelle mit dem honduranischen Militär, Polizei und der Präsidentenfamilie protestierten in der letzten Woche landesweit Honduraner. Sie fordern den Rücktritt des "Drogenregimes Hernández" und klagen die Untätigkeit der Generalstaatsanwaltschaft an. Polizeieinheiten setzten Wasserwerfer, Tränengas und Gummigeschosse ein.

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Forderung nach Stichwahl in Bolivien: Misst Berlin mit zweierlei Maß?

Mo., 28. Okt. 19, 7:29 Uhr
Von amerika21Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer: Befürwortet Forderung nach Stichwahl in Bolivien Quelle: bundeskanzlerin.de La Paz/Berlín. Im andauernden Konflikt um den Ausgang der Präsidentschaftswahl in Bolivien hat sich nach der Europäischen Union, den USA und rechtsgerichteten lateinamerikanischen Regierungen am Freitag auch die Bundesregierung für eine Stichwahl ausgesprochen. Die Europäische Union habe bereits deutlich gemacht, dass eine zweite Abstimmung die beste Möglichkeit sei, um Vertrauen wiederherzustellen und die Entscheidung des Volkes zu respektieren, sagte Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin. Dieser Forderung aus Brüssel "können wir uns nur anschließen", fügte sie hinzu. Amtsinhaber Evo Morales war zuvor von der obersten Wahlbehörde nach Auszählung von über 99 Prozent der Stimmen zum Wahlsieger erklärt worden. Oppositionskandidat Carlos Mesa spricht von Wahlbetrug. Er erkennt das Ergebnis nicht an und ruft zu weiteren Protesten auf.



Kritik in Deutschland kam umgehen aus der Opposition. "Die Forderung der Bundesregierung nach einer Stichwahl in Bolivien trägt zu einer Destabilisierung vor Ort bei", sagte die stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion, Heike Hänsel. Nachdem sich die Bundesregierung trotz des von der Wahlbehörde bestätigten Sieges von Morales der Forderung nach einer Stichwahl angeschlossen habe, "sollte sie bitte auch noch erklären, weshalb sie dem vermeintlichen Sieger der höchst umstrittenen Wahlen in Honduras, Juan Orlando Hernández, gratuliert und die strittigen Endergebnisse damit legitimiert hat", so Hänsel weiter. Tags zuvor hatte Hänsel, die dem Auswärtigen Ausschuss angehört, den Wahlsieg von Morales bereits gutgeheißen.

Tatsächlich hatten die Wahlen in Honduras Ende 2017 zu weitaus heftigeren Konflikten geführt. Nach der Abstimmung damals hatte der linksgerichtete Oppositionskandidat Salvador Nasralla zunächst fünf Prozentpunkte in Führung gelegen. Nach einem Komplettausfall des Computersystems der Wahlbehörde korrigierte die vom Regierungslager kontrollierte Behörde das Ergebnis jedoch und wies Amtsinhaber Hernández die Führungsrolle zu. Der Vorsprung von Hernández soll sich lediglich auf rund 32.000 Stimmen belaufen haben. Die Demonstranten damals bekamen keinen Beistand der EU, der USA oder aus Deutschland.

In einem Glückwunschtelegramm von Bundeskanzlerin Angela Merkel an Hernández hieß es: "Ich hoffe, dass wir die traditionell engen und freundschaftlichen Beziehungen zwischen unseren Ländern, die durch Ihren Besuch in Deutschland 2015 neue Impulse erhalten haben, in den kommenden Jahren weiter vertiefen können." Für seine zweite Amtszeit wünschte die Christdemokratin dem umstrittenen Präsidenten "viel Kraft und Zuversicht, eine erfolgreiche Fortführung des von Ihnen initiierten nationalen Dialogs, sowie eine glückliche Hand bei der Aufgabe, das Land zu einen, das Vertrauen in die demokratischen Strukturen und Prozesse zu stärken und die wirtschaftliche Entwicklung weiter voranzubringen".

Diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt. Seit 2010 haben in Honduras insgesamt 47.000 Menschen in Folge von Gewaltverbrechen ihr Leben verloren. Auf 100.000 Einwohner sind das rund 68 Tote pro Jahr. Das mittelamerikanische Land gehört mit dieser Kriminalitätsrate, einem massiven und andauernden innenpolitischen Konflikt und der Massenauswanderung in Richtung USA zu den gescheiterten Staaten Lateinamerikas.

Evo Morales wurde in Bolivien nach Angaben der Wahlbehörde mit rund 630.000 Stimmen Vorsprung gewählt.

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