BIFA

Münchner Bürgerinitiative für Frieden und Abrüstung

Wie überwinden wir den Terror?

Die herrschende „Sicherheitspolitik“ nutzt die Anti-Terror-Propaganda zu einer staatlichen Aufrüstung nach Innen und Außen. Die westlichen Werte, die angeblich geschützt werden sollen – Demokratie, Rechtsstaat, Bürgerrechte, Freiheit, Offenheit, Rechtssicherheit – werden durch die „Schutzmaßnahmen“ aufs Schwerste beschädigt. Eine wirkliche Bekämpfung der Ursachen des Terrors müsste zielen auf eine friedliche und gerechte Weltordnung, auf die Herstellung solidarischer Gesellschaften. Die Linke muss die Herstellung innerer und äußerer Sicherheit als zentrale Elemente der sozialen Frage verstehen.

Referenten: Rolf Gössner und Conrad Schuhler
Autoren des isw-spezial 29: Terror – siehe unter: https://isw-muenchen.de/produkt/spezial-29/

Aktionswoche/Dauermahnwache Rüstungszentrum München

Rund-um-die-Uhr-Mahnwache (Zelt) + Fahrradsternfahrten zu Rüstungsfirmen in Südbayern - Abschlußaktionen zum Hiroshimatag

Mehr dazu bei der DFG-VK:
http://www.dfg-vk-bayern.de/FFT-2017-OrgInfo-01.html

Friedliche Schule und Hochschule - Vernetzungstreffen

diesmal in München:

Schwerpunkt: Zivile Kriegsvorbereitung
Referent: Peer Heinelt

siehe:
http://www.gew-muenchen.de/aktive/friedlicheschule/

Einladungsflyer: http://www.gew-muenchen.de/fileadmin/dateien/Files/8-Zivilverteidigung_Muenchen_2017-1.pdf

Menschenrechte dulden keinen Aufschub

Begegnung mit Abdulkarim Sadi

Psychologe aus Tulkarem/Palästina, Mitarbeiter der israelischen Menschenrechtsorganisation B’Tselem

Abdulkarim Sadi kommt aus Tulkarem/Palästina und hat an der An Najah Universität in Nablus Psychologie studiert. Seit 14 Jahren arbeitet er für die israelische Menschenrechtsorganisation B’Tselem und ist im Norden der Westbank zuständig für Übergriffe auf Zivilpersonen durch die israelische Armee. Er begleitet regelmäßig Journalisten durch die von Israel besetzten Gebiete, um Kontakte herzustellen und zu übersetzen.

Vortrag in englischer Sprache zur Arbeit bei B‘Tselem und zu den neuen Gesetzen NGOs betreffend. Übersetzung kann angeboten werden.

Moderation: Wolfgang Sréter

100. Geburtstag Oskar Neumann

Archivbestände des Archivs der Münchner Arbeiterbewegung werden vorgestellt:
Nachlass Oskar Neumann

Oskar Neumann (1917-1993) Leben und Wirken, eine kritische Würdigung

Oskar Neumann wäre am 30. April 2017 hundert Jahre alt geworden. Er hatte ein bewegtes Leben: Jüdische Vorfahren, Widerständler und KZ- Häftling, 1945 Kommunist der ersten Stunde, Stadtratsmitglied, KPD- Funktionär, führende Rolle in der Volksbefragung gegen die Wiederbewaffnung. Vom BGH deswegen zu drei Jahren Haft verufteilt, Flucht in die DDR, dann zeitweise illegal in der BRD tätig. 1961 verhaftet und Strafverbüßung. Danach Publizist und Redner, ab 1968 aktiv in der DKP, Mitherausgeber der Literaturzeitschrift "Kürbiskern", ab 1981 führende Funktionen in der DKP, Landesvorsitzender der VVN-BdA.

Das Archiv der Münchner Arbeiterbewegung bereitet eine kleine Ausstellung (November 2017) zu seinem Leben und Wirken vor. Grundlage ist der Teilnachlass, vor allem persönliche Unterlagen, der im Archiv lagert. lm Archiv für Zeitgeschichte München befindet sich der größte Teil des Nachlasses, insbesondere zum BGH-Prozess und dem politischen Wirken. Die Monacensia besitzt seine Bibliothek.

Friedensweg Hebertshausen (Erg.: Radtour)

72. Jahrestag der Befreiung

Gedenkstunde („Friedensweg“)

Download Flyer PDFam ehemaligen „SS-Schießplatz“ Hebertshausen
(Im Anschluss an die Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Dachau)
mit

  • Dr. Jürgen Zarusky, Historiker
  • Valeriia Plotnyk, Ukraine, Freiwillige der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in der Evangelischen Versöhnungskirche/KZ-Gedenkstätte Dachau
  • Wenn möglich: Ein ehemaliger sowjetischer Dachau-Häftling
  • Musikalische Umrahmung: Wolfgang Kohl, Trompete

Am ehemaligen „SS-Schießplatz“ Hebertshausen gedenken wir der über viertausend sowjetischen Kriegsgefangenen, die dort von 1941 bis 1944 von SS-Kommandos erschossen wurden. Auf der Grundlage des „Kommissarbefehls“ wurden Offiziere und Soldaten der UdSSR, die von den Nazis verdächtigt wurden, Kommunisten zu sein, ohne weiteres Verfahren umgebracht. Ebenso wurde mit jüdischen Kriegsgefangenen verfahren. Unter Bruch des Völkerrechts wurden die Kriegsgefangenen von der Wehrmacht an die SS überstellt.

El Salvador Gegen das Vergessen - Für eine gewaltfreie Zukunft

Gegen das Vergessen - Für eine gewaltfreie Zukunft
Ehemalige Flüchtlinge und Binnenvertriebene des Bürgerkrieges in El Salvador engagieren sich gegen das Vergessen

Lesungen und Musik

Vor 25 Jahren ging der lange und blutige Bürgerkrieg in El Salvador zu Ende. El Salvador war damals das Land mit dem prozentual höchsten Anteil an Flüchtlingen und Binnenvertriebenen weltweit.

Das Land und die internationale Öffentlichkeit gingen nach den Friedensverträgen zur Tagesordnung über. Sowohl die Schicksale der Flüchtlinge und Vertriebenen, als auch die Erinnerung an und das Bewusstsein für die institutionelle staatliche Gewalt gegen große Teile der Bevölkerung gerieten in Vergessenheit. Das Trauma besteht dennoch fort und die Kultur der Gewalt ist ungebrochen. Diese Zusammenhänge sind in der Traumaforschung aufgrund der Erfahrungen mit Überlebenden der NS – Verfolgung bekannt, und es wird immer deutlicher, dass sich nicht behandelte Traumatisierungen auf die folgenden Generationen übertragen.