Friedensbewegung

Mani Stenner ist tot

Bei der Friedenskooperative www.friedenskooperative.de (Foto)
die Presseerklärung als PDF: http://www.friedenskooperative.de/gifs/Mani-PM_Netzwerk.pdf

vom Bundesausschuß Friedensratschlag - http://ag-friedensforschung.de/
hier die erste Notiz:

Wie wir soeben erfahren haben, ist Mani Stenner, Geschäftsführer des Netzwerks Friedenskooperative, am Donnerstag im Alter von 60 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben.

Aus Sorge um den Frieden

Zur weiteren Verschärfung beim Ukrainekonflikt entstand aus überregionalen Zusammenhängen folgender Appell (Link weg):

"Aus Sorge um den Frieden und mit Blick auf die anhaltend kritische Lage in der und um die Ukraine wenden wir uns an Bundesregierung, Parlament und Öffentlichkeit mit der dringenden Bitte: Lassen Sie nicht zu, dass der Kampf um die Ukraine zu einem Stellvertreterkrieg zwischen „dem Westen“ und Russland eskaliert!
Hundert Jahre nach Beginn des 1. Weltkrieges befindet sich die Welt in einer selbstverschuldeten gefährlichen Lage, in der sogar mit der Möglichkeit eines erneuten globalen Krieges gespielt wird. Es ist höchste Zeit, dass alle Menschen, die guten Willens und am Frieden interessiert sind, dem verantwortungslosen Kampf um Einflusssphären, Gaspipelines und geostrategische Positionen Einhalt gebieten. ...
(link leider weg)

... warum Sorgen um die Bewahrung des Friedens angebracht sind

Albrecht Müller begründet auf den Nachdenkseiten seine Sorgen
"Die Kriegsgefahr und die existenzbedrohenden Seiten eines Krieges, sieht die Mehrheit wohl nicht."

Und mir erscheint es ähnlich brisant:

Jahrelang waren wir auf den "Tag X" als Angriff auf den Iran eingestimmt und rechneten mit "dem Schlimmsten".

Jetzt hat der Westen auf einmal ganz anders Appetit bekommen - warum mit dem Iran abgeben, wenn man Russland haben kann - und man muss noch auf ganz anderer Ebene mit "dem Schlimmsten" rechnen. Die alten Muster der Reagan-Anfänge kommen hoch - nicht mehr dem sowjetischen, jetzt halt dem russischen Huhn den Kopf abschlagen. Es braucht kein sozialistisch/kommunistisches Feindbild - "nicht vom Westen kontrolliert" genügt als Grund für einen "Kalten Krieg", wie er kaum schärfer vorstellbar ist - Putsch mit Hilfe faschistischer Schlägertruppen.

Da kommen alte Bilder hoch, als schon während der sich abzeichnenden Niederlage der Nazi-Armee in den Militärköpfen herumschwirrte "gleich weitermachen und mit den Amis doch noch Russland schaffen".

Der "Drohnenforschungatlas" ist draußen!

erst mal zum Download bei der IMI - PDF 4.2MB (!)

Die BIFA ist wie gesagt beteiligt - inzwischen gibts die Druckversion in München auch bei uns (3.50€)

dazu auch die "Drohnenkampagne" etc.

Neues Bündnis und „Augsburger Aufruf“ für friedliche Bildung

Gründung des Bayerischen Bündnisses für zivile Bildung und Wissenschaft am historischen Standort Augsburg – öffentlicher Diskurs und Umdenken gefordert.

Am Samstag, den 23.11.2013, hat sich das Bayerische Bündnis für zivile Bildung und Wissenschaft gegründet, das sich der zunehmenden Militarisierung der bayerischen Bildungslandschaft entgegenstellt. Am Gründungsprozess beteiligt waren Angehörige von GEW und ver.di sowie Studierende und Mitarbeiter*innen der Universitäten und Hochschulen aus Augsburg, Erlangen, München, Nürnberg, Regensburg und Würzburg.

„Die Friedensstadt Augsburg rühmt sich nicht nur als der historische Ort des berühmten Religionsfriedens. Sie ist auch einer der Hauptstandorte der bayerischen Rüstungsproduktion. Diese Produktion ist auf wissenschaftlichen Nachwuchs angewiesen, dessen Kultivierung innerhalb der Augsburger Universität derzeit mit dem Bau des sogenannten Innovationsparks im Eiltempo intensiviert wird,“ so Christine Kath, Studentin und Gründungsmitglied.

Die Logik des Westens

Dazu: Dauerprotest Syrien ..

Die Rhetorik der meisten Massenmedien strotzt vor Kriegspropaganda. Trotzdem, welche Logik haben die permanenten Interventionskriege?

Es gibt diese Logik - wenn sie was mit der "westlichen Wertegemeinschaft" zu tun hat, dann gerade darin, daß sie diese "Wertegemeinschaft" endgültig als Netzwerk von Kriegsverbrechern zeigt.

Ein Beispiel ist die Analyse der USA in Syrien, hier bei der IMI:
http://www.imi-online.de/2013/08/27/syrien-begrenzte-luftschlaege-und-die-logik-...

Viele sind entsetzt, wie die aktuelle "Eskalationsdominanz von USA und Komplizen" auf weitere Verbrechen zusteuert. Hier jedenfalls noch eine jüngere Linksammlung zur Argumentation (vor allem wieder IMI)

* http://www.isw-muenchen.de/download/haende-weg-von-syrien-cs-re-20130907.pdf (Download PDF)
* http://www.wecker.de
* http://www.ag-friedensforschung.de/bewegung/antikriegstag2013-baf.html
* http://www.imi-online.de/2013/08/28/aussenpolitik-als-totalausfall-eine-interven...
* http://www.imi-online.de/2013/08/26/syrien-weichen-auf-krieg/

Antikriegstag 2013: DGB und Bundeswehr

Zum Antikriegstag erinnert der DGB daran:
"Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!"

Und auch in München gibt es die traditionelle Veranstaltung von DGB, Friedensbündnis und attac (Münchner Gliederungen), am 30.8.2013, 18:30h DGB-Haus - jetzt zum Thema "Drohnen"!

Im diesjährigen bundesweiten "Aufruf des DGB zum Antikriegstag 2013" (PDF 133k) heißt es u.a. ganz aktuell: "Die Bundeswehr soll vollständig aus Afghanistan abgezogen werden" (Bundeswehr mit UN-Mandat wird dagegen akzeptiert).

Dann: "Sie hat im Innern – mit Ausnahme humanitärer Katastrophenhilfe – nichts zu suchen. Wir fordern die Bundeswehr auf, ihre Werbung in Schulen sofort zu beenden."

Traditionen an der TUM

In den 70ern und den 80ern des vorigen Jahrhunderts beschäftigten sich vor allem Studentinnen verstärkt mit der Kriegs- pardon, Verteidigungsforschung an der TU München.

Hier als A4-PDF das Titelblatt vom "Vorlesungsverzeichnis der Rüstungsindustrie", das so im WS 82/83 an der TUM verbreitet wurde, natürlich nicht von Amts wegen ;-)

Den damaligen Produktionsbedingungen entsprechend ist die Typographie der A5-Broschüre anstrengend, die Grafiken sind nicht Web-tauglich ;-) usw. - aber der Inhalt imponiert!
Die Darstellung der Verzahnung der Rüstungsindustrie rund um die TU setzte auch für heute Maßstäbe, da steckt enorme Arbeit drin.
Ebenso vorbildlich bis heute, das angemessene Eingehen auf Rüstungskonversion als einzig sinnvolle Perspektive ...

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