Unter den Augen der Polizei wurde am 19. März die 27-jährige Farkhunda mitten in Kabul grausam ermordet.
Aufklärung und Bestrafung der Mörder - Freilassung der 31 entführten Hazara
Hunderte Männer hatten die Frau vor der Schah-Do-Schamschira-Moschee gesteinigt, zu Tode geprügelt, ihre Leiche angezündet und dann in den Kabul-Fluss geworfen. Die anwesenden Polizeikräfte sahen diesem grausamen Verbrechen zu, ohne dagegen einzuschreiten.
Der Mob hatte die Frau beschuldigt, einen Koran verbrannt zu haben. Chefermittler Mohammad Zahir erklärte dagegen, dass es dafür keinerlei Hinweise gibt. Gleichzeitig wurden 31 Menschen des in Afghanistandiskriminierten Volksstammes der Hazara verschleppt.
Der Lynchmord an Farkhunda ist ein Ergebnis der seit 14 Jahren andauernden Besatzung und des Terrors der NATO in Afghanistan und der mit dem Westen verbündeten fundamentalistischen Warlords.
Seit Bekanntwerden dieses Verbrechens protestieren afghanische und internationale demokratischen Organisationen gegen diesen fundamentalistischen Terror, fordern die lückenlose Aufklärung und die Bestrafung der Täter.