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Militär und Ökonomie (IV)

3 Wochen 5 Tage ago
Im Handelsblatt findet sich ein weiterer Kommentar, der die militärische Aufrüstung Europas als geoökonomische Notwendigkeit deklariert: „Europa hat sich immerhin auf den Weg gemacht. Die Verpflichtung auf das Fünf-Prozent-Ziel bei den Verteidigungsausgaben legt den finanziellen Grundstein für die sicherheitspolitische Emanzipation (…)

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IMI

Aufruf zu Protesten gegen die NATO-Sicherheitskonferenz

3 Wochen 6 Tage ago
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Stoppen wir den Rüstungswahnsinn!

Aufruf des Aktionsbündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz 2026 Demonstration und Protestkette am 14. Februar 2026 in München

Die Kriegsangst wird geschürt, jeden Tag eine neue Bedrohung: Drohnensichtungen, Sabotagemeldungen, Alarmismus – auf Basis von Falschbehauptungen statt Fakten. Ein neuer kalter Krieg wird heraufbeschworen. Alles um von sozialen Kürzungen und der endgültigen Militarisierung der Gesellschaft abzulenken. Wir sollen den Gürtel enger schnallen, am besten auf Kanonen wohnen und die Wehrpflicht schlucken.

Mit der Behauptung, Russland wolle die NATO angreifen, wird eine Aufrüstungsorgie begründet. Der abgewählte Bundestag schrieb unbegrenzte Sonderschulden ins Grundgesetz. So soll das Land „kriegstüchtig“ gemacht werden.
Das zielt auf das Führen von Angriffskriegen mit der Gefahr eines Weltkriegs. Zur Verteidigung wäre das nicht notwendig.

Die Military Balance 2025-Studie1 belegt eine zwei- bis dreifache Überlegenheit der NATO gegenüber Russland im konventionellen Bereich. Selbst die US-Geheimdienste sagen, dass es keine Hinweise darauf gibt, dass Russland die NATO angreifen wolle. Die gegenteilige Behauptung ist reine Propaganda.

Die NATO als imperiales Instrument

Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion verfolgen die USA das Ziel, einzige Weltmacht zu bleiben. Vor diesem Hintergrund kam es zur Osterweiterung der NATO, zu Regimewechseln, zur Kündigung internationaler Rüstungskontrollverträge und zu völkerrechtswidrigen Angriffskriegen gegen Jugoslawien, Afghanistan, Irak, Libyen und damit zu einer Demontage des Völkerrechts. – Seitdem geht die NATO noch hemmungsloser auf Kriegskurs.

Die NATO ist das weltweit mächtigste Militärbündnis; es gibt nichts Vergleichbares. Obwohl die Mitgliedstaaten nicht einmal 10 % der Weltbevölkerung stellen, sind sie für mehr als die Hälfte der globalen Militärausgaben verantwortlich. Gleichzeitig kontrollieren die NATO-Staaten 70 % der weltweiten Waffenproduktion, verfügen über Hunderte von Militärbasen und beherrschen die Weltmeere und sogar den Weltraum.

Globale Hegemonie des Westens

Die Machtverhältnisse verschieben sich weltweit. Durch das Aufkommen neuer Wirtschaftskonkurrenten (BRICS-Staaten und 40 weitere Interessenten) sieht der politische Westen seine globale Vorherrschaft bedroht. 2050 werden EU und USA nur noch 5 % der Weltbevölkerung stellen und China wird die größte Wirtschaftsmacht sein. Der Westen fürchtet die Vergeltung historischer Schuld.

Daher ist das langfristige Ziel der NATO die Aufrechterhaltung einer Weltordnung, die die Länder des Globalen Südens auch künftig benachteiligt, in ihren Entwicklungsmöglichkeiten einschränkt und schwächt, sodass die Ausbeutung des Globalen Südens weiterhin funktioniert. Dafür ist jedes Mittel recht, bis hin zu militärischer Gewalt wie in zahllosen Kriegen auf allen Kontinenten, beispielsweise im Kongo, im Sudan, in Kurdistan, im Jemen, in der Ukraine und in Palästina, sowie der Bedrohung Venezuelas. Stattdessen fordert der Globale Süden die Beilegung von Konflikten und Kriegen auf der Grundlage der UN-Charta.

Deutscher Führungsanspruch

Mit der Merz-Regierung wird der deutsche Griff nach Vorherrschaft in Europa offensiv vorgetragen. Deutschland finanziert den Ukraine-Krieg maßgeblich. Es schließt Rüstungskooperationen ab und liefert schwere Waffen, die Angriffe bis weit nach Russland hinein ermöglichen. Im Rahmen einer Kooperation mit Frankreich und Großbritannien strebt Deutschland den Zugriff auf Atomwaffen an.

Migration und Flucht

Flucht und Migration sind Folgen des kapitalistischen Wirtschaftsmodells und imperialer Machtpolitik. Die westlichen Staaten sind nicht bereit, ihrer historischen Verantwortung gerecht zu werden. Stattdessen schließen sie die Grenzen und errichten tödliche Mauern. Auf den Fluchtrouten sterben massenhaft Menschen. Die Bestimmungen der Genfer Konvention zur Behandlung von Geflüchteten werden zunehmend durch rassistische Regelungen ersetzt, die die Forderungen der Rechtspopulisten vorwegnehmen.

Völkermord und Vertreibung

Der Genozid in Gaza und die Vertreibung von Palästinensern in der Westbank verstoßen gegen das Völkerrecht und gegen die Genozidkonvention. Trumps Diktatfrieden läutet eine neue Kolonialisierungsphase in Gaza ein, die die systematische Enteignung, Kontrolle und Unterwerfung des palästinensischen Volkes durch Israel legitimiert. Deutschland stellt sich mit seiner „Staatsräson“ und der militärischen, finanziellen und politischen Unterstützung Israels wieder einmal auf die falsche Seite der Geschichte. Ebenso unterstützt Deutschland seit Jahrzehnten die Türkei bei der kulturellen und militärischen Unterdrückung des kurdischen Widerstands.

Kein Angriff von deutschem Boden aus

Als Teil der weltweiten Antikriegs- und Friedensbewegung stellen wir uns gegen die Stationierung von US-Mittelstreckenraketen, zu denen auch Angriffswaffen mit Erstschlagskapazitäten für einen Enthauptungsschlag gehören. Das haben schon Biden und Scholz für 2026 vereinbart, ohne öffentliche Debatte, ohne parlamentarische Beratung. – So viel zum Autokratievorwurf. – Wer die USA zum Freund hat, braucht keine Feinde mehr.

Rechtsruck und gesellschaftliche Polarisierung

Rechtspopulisten und faschistische Bewegungen sind weltweit auf dem Vormarsch. Die Parteien der „demokratischen Mitte“ nehmen deren Pläne teilweise vorweg und verschieben den gesellschaftlichen Diskurs immer weiter nach rechts. Gleichzeitig verschärfen sie die Repression gegenüber Kritikern und Oppositionellen. Das gesellschaftliche Klima wird der Kriegsstimmung angeglichen, und wir erleben die Renaissance des Männlichkeitskultes, der Frauenfeindlichkeit, des Sexismus und der Entsolidarisierung.

Hochrüstung und Mobilmachung nach innen

Nahezu alle NATO-Staaten planen Steigerungen von Militärausgaben, obwohl sie die konventionelle militärische Stärke Russlands schon jetzt übertreffen. Gleichzeitig will die Bundesregierung die Investitionen in Daseinsvorsorge, Gesundheit, Bildung, Kultur sowie den Klima- und Umweltschutz massiv kürzen. Dies würde vor allem Arme, Kranke, Rentner, Kinder und Jugendliche treffen, die natürlichen Lebensgrundlagen weiter zerstören und den Frieden zunehmend gefährden.

Die etablierten Parteien haben nun die AfD als Hauptgegner entdeckt und wollen dieser von Faschisten durchsetzten rechtspopulistischen Partei „die Themen nehmen“. Statt „Remigration“, wie sie den Rechtsradikalen vorschwebt, praktizieren sie Abschiebung und „Rückführung“ zur „Stadtbildpflege“. Doch es trifft nicht nur Geflüchtete und Migranten, sondern die gesamte Bevölkerung. Die Bundesregierung und die AfD sind einig mit Trump, die Militärausgaben auf 5 % des BIPs zu vervierfachen. Dafür wird der 8-Stunden-Tag angegriffen und das Bürgergeld auf 90 % gekürzt, mit der Möglichkeit die Grundsicherung komplett zu streichen.

Wiedereinführung der Wehrpflicht

tatt einer friedlichen Lebensplanung, Selbstbestimmung und der Möglichkeit zur Persönlichkeitsentwicklung sieht sich die Jugend nun mit Zwangsdiensten konfrontiert. Aber Widerstand wird sichtbar: Immer mehr junge Menschen widersetzen sich der geplanten Rekrutierung zum Kriegsdienst.

Der Widerstand formiert sich international. Die Blockaden und Streiks, vor allem von Hafen- und Transportarbeitern in Italien, Griechenland, Spanien und Schweden gegen Waffenlieferungen in Kriegsgebiete, bis zu einem Generalstreik am 3.10. in Italien mit bis zu 2 Millionen Beteiligten, setzen da ein klares Zeichen. Millionen gingen weltweit gegen die Kriegsvorbereitungen, den Sozialkahlschlag und Verstöße gegen das Völkerrecht „ihrer“ Regierungen auf die Straße.

Wogegen wir protestieren

Regierungsvertreter treffen sich wieder zur sogenannten Sicherheitskonferenz mit Waffenhändlern, Konzernchefs und Militärs, um den Kriegskurs öffentlichkeitswirksam zu propagieren und Rüstungsdeals einzufädeln. Es geht ihnen dabei nicht um die Sicherheit der Menschheit, sondern um die Aufrechterhaltung der globalen Hegemonie des Westens durch die NATO, um Großmachtbestrebungen der EU und um den deutschen Führungsanspruch. – Damit muss endlich Schluss sein!

Bitte beachten Sie unseren Bündniskonsens!

Das Aktionsbündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz arbeitet auf antifaschistischer Grundlage und wendet sich entschieden gegen nationalistische, militaristische, völkische, rassistische, homophobe, antisemitische oder rechtspopulistisch-islamophobe Inhalte.
Gruppen, die mit Organisationen, die oben genannte Inhalte vertreten, regelmäßig und organisiert zusammen arbeiten, können nicht Mitglied im Bündnis sein.
Der Kampf um Frieden und gegen Krieg und Aufrüstung ist seinem Wesen nach international. Darum weisen wir Tendenzen und Äußerungen im Sinne der hier genannten ideologischen Richtungen schärfstens zurück und schließen Menschen und Organisationen, die oben genannte Inhalte in Wort, Schrift und/oder Bild verbreiten von unserer Versammlung aus.
Außerdem bitten wir, bei unseren Versammlungen das Mitführen von Nationalstaatsflaggen zu unterlassen.
Unsere Proteste werden von Menschen verschiedenster ethnischer Herkunft, Hautfarbe, weltanschaulicher, politischer, kultureller und sexueller Orientierung getragen. Niemand von ihnen darf diskriminiert werden.

Wir brauchen Ihre Unterstützung:
Bringen Sie sich bei unseren Protesten ein und/oder unterstützen Sie uns mit einer Spende.

Aktionsbündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz

www.sicherheitskonferenz.de

Unterstützungserklärungen: hier per Webformular

UNTERSTÜTZUNGS-BEITRÄGE:
Einzelpersonen: 30 Euro, Klein-Gruppen: 50,- Euro, größere Organisationen: 70,- Euro - oder mehr
BÜNDNIS-KONTO NEU: Walter Listl
IBAN: DE37 7007 0324 0086 2284 00 BIC: .. Stichwort: SIKO 2026

Unterstützung auch per E-Mail: gegen@sicherheitskonferenz.de - bitte angeben: als Einzelperson / als Organisation
Links zum Aufruf: Webseite, oder als PDF.

2026
admin

Grönland im Fokus

4 Wochen ago
Zu Grönland gibt es zurzeit laufend neue Nachrichten. Diese IMI-Analyse 2026/01 greift einige aktuelle Entwicklungen auf, wiederholt aber auch Passagen aus der im vorigen Jahr erschienenen IMI-Analyse 2025/12 „Kampf um Grönland“, die zum Verständnis des Hintergrunds hilfreich sein könnten. Noch (…)

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IMI

SIKO-Plenum

4 Wochen 1 Tag ago
SIKO-Plenum Zeit Di., 01/20/2026 - 19:00 Ort EineWeltHaus (Raum s. Aushang) admin-0 19. Januar 2026 - 15:01 Veranstalter Aktionsbündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz
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„The Encampments“ Kino Metropol

1 Monat ago
„The Encampments“ Kino Metropol Zeit Mo., 01/19/2026 - 18:30 Ort Monopol Kino, Schleißheimer Str.127, München admin-0 17. Januar 2026 - 0:37 Veranstalter medico international
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HONDURAS EN PRIMER PLANO - Después de las elecciones: Perspectivas geopolíticas y las luchas desde los territorios

1 Monat ago





Viernes 23 de enero 2026
de 8 a 9:30 am (hora de Honduras)
de 3 a 4.30 pm (en Europa)

en línea a través de Zoom, español

Las elecciones generales celebradas en Honduras el 30 de noviembre de 2025 se caracterizaron por dos factores: la injerencia pública de un presidente estadounidense inmediatamente antes de las elecciones y durante el escrutinio de los resultados. Y la inesperada y clara derrota del partido de izquierda Libre, que cayó al tercer puesto, dejando así paso al antiguo sistema bipartidista de carácter oligárquico. El cambio de gobierno previsto para del 27 de enero sigue rodeado por incertidumbre. Con la victoria del candidato del Partido Nacional y de Trump, Nasry Asfura – proclamada el 24 de diciembre en un acto al menos illegítimo – Honduras probablemente se encontrará ante una profundización del modelo extractivista, el inminente regreso a la república bananera con ropaje tecnofeudal y la continuación del narcoestado establecido en su tiempo por Juan Orlando Hernández. El ex-presidente de Honduras, condenado a 45 años de prisión en EEUU fue indultado por Donald Trump a principios de diciembre.
¿Cómo se reconfiguran las relaciones de poder en Honduras? ¿Qué papel desempeñan los factores geopolíticos, p.ej. el resurgimiento de la Doctrina Monroe y la estrategia de seguridad estadounidense? ¿Qué le espera a los movimientos sociales y las comunidades indígenas en Honduras y las comunidades migrantes en EEUU? ¿Qué significa el cambio de gobierno y el panorama (geo)político para las luchas y resistencias desde los territorios en Honduras – especialmente para el pueblo garífuna? ¿Cuales son los retos para el futuro cercano? ¿Cómo tejer alianzas de resistencia desde abajo a nivel internacional?

Conversaremos con:

Miriam Miranda, Coordinadora General de la Organización Fraternal Negra de Honduras (OFRANEH), luchadora por los derechos del pueblo Garífuna desde hace cuatro decadas.

Dana Frank, Profesora investigadora y catedrática emérita de Historia en la Universidad de California, Santa Cruz, autora de varios libros sobre EEUU y Honduras, e.o. La larga noche hondureña. Violencia, resistencia y Estados Unidos tras el golpe de Estado.


Inscripciones hasta el 22 enero con: honduras@oeku-buero.de

Les mandaremos el link el 23 de enero antes del evento, por favor estén en la sala de espera de Zoom unos minutos antes del inicio para que podamos empezar puntualmente.

Un evento organizado por HondurasDelegation Alemania, Colectivo CADEHO, Berlin y la Oficina Ecuménica por la Paz y la Justicia en Múnich.

Delegation

Expertenbericht in Honduras belastet Banken und Staat wegen Mord an Cáceres

1 Monat ago

Mitverantwortung internationaler Entwicklungsbanken bestätigt. Behörden wussten von Mordplänen

aus: amerika21.de v. 14.01.2026, von Johannes Schwäbl 

                                 Berta ist weltweit zur Ikone                     für Widerstand und Umweltschutz geworden    Quelle:dignidadrebelde | Melanie Cervantes y Jesús Barraza 

Lizenz:CC BY 2.0

Tegucigalpa. Eine unabhängige Expertenkommission hat am Montag die Ergebnisse ihrer Ermittlung zum Mordfall an der honduranischen Aktivistin Berta Cáceres vorgestellt. Während ihrer einjährigen Arbeit hat die Gruppe die Planung und Ausführung des Verbrechens rekonstruiert und die Verantwortung von Unternehmen, Finanzinstitutionen und des Staates nachgewiesen. Cáceres wurde in der Nacht des 2. März 2016 aufgrund ihres Einsatzes gegen das Staudammprojekt Agua Zarca in ihrem Haus in La Esperanza ermordet.
"Die fachübergreifende Gruppe unabhängiger Experten (GIEI) kommt zu dem Schluss, dass der Mord an Berta Cáceres das Ergebnis einer organisierten kriminellen Operation war, die sorgfältig geplant und ausgeführt wurde, mit der Beteiligung von Auftragsmördern, Mittelsmännern mit militärischer Ausbildung, Mitarbeitern und Direktoren der Firma Desarrollos Energéticos S.A. (DESA) sowie der Unterstützung, Duldung und des Wegsehens verschiedener staatlicher Akteure", heißt es im Abschlussbericht.
Der Mord an Berta Cáceres hatte wirtschaftliche Motive und diente dem Schutz der ökonomischen Interessen der Geschäftsgruppe der Familie Atala Zablah, erklärte die Juristin Roxana Altholz bei der Vorstellung des Berichts in Tegucigalpa. Anhand der Auswertung von Chats, Telefondaten und Informationen über finanzielle Transaktionen konnte die direkte und indirekte Beteiligung von Staatsbeamten, Angehörigen der Sicherheitskräfte, Unternehmen und Banken an der Planung, Ausführung und Vertuschung des Verbrechens nachgewiesen werden.

Zudem wurde bekannt, dass honduranische Beamte seit dem 4. Januar 2016 Kenntnisse über die Planung des Mordes besaßen, jedoch keine Maßnahmen zur Verhinderung des Verbrechens einleiteten. Seit 2015 liefen strafrechtliche Ermittlungen gegen Mariano Díaz Chávez. Der später als einer der Haupttäter des Mordes verurteilte Soldat hatte Zugang zu Waffen, Logistik und bewaffnetem Personal und nutzte Netzwerke und Verbindungen zu staatlichen Sicherheitsstrukturen für die Koordinierung von illegalen Tätigkeiten.

Ein weiterer Schwerpunkt des Berichts befasst sich mit der Verantwortung internationaler Entwicklungsbanken, den Netzwerken aus Korruption und der Veruntreuung von Geldern im Zuge des Staudammprojekts. Das GIEI konnte feststellen, dass das Unternehmen DESA zwölf Millionen US-Dollar aus den Geldern der Banken FMO, Finnfund und BCIE abgezweigt hat. Das entspricht 67 Prozent der internationalen Kredite. Diese Gelder wurden unter anderem für die Überwachung von Aktivisten, die Bestechung von Beamten, Journalisten und Polizisten und den illegalen Kauf von Grundstücken verwendet. "Der Fall Berta Cáceres veranschaulicht konkret, wie sich Kriminalität und die Ausbeutung natürlicher Ressourcen im Land organisieren", erklärte der Antikorruptionsexperte Pedro Biscay.

Ein weiterer Teil des Berichts befasst sich mit einer umfassenden Wiedergutmachung für die Opfer. Unter den Aktionen und Maßnahmen befinden sich die Untersuchung, Strafverfolgung und Bestrafung der für den Mord verantwortlichen Unternehmen, einschließlich aller mit dem Verbrechen in Verbindung stehenden Akteure, die Betitelung des Lenca-Gebiets von Rio Blanco und der vollständige Widerruf der Lizenzen des Projekts Agua Zarca. Die Kommission verweist auch auf die Verantwortung der internationalen Entwicklungsbanken bei der Wiedergutmachung. Die GIEI betont, dass die Maßnahmen mit Blick auf ihre verbindliche Einhaltung formuliert wurden. "Ihre effektive Umsetzung ist eine notwendige Bedingung, um die strukturellen Probleme der Straflosigkeit und Gewalt anzugehen."

Der Mord an Berta Cáceres war der Höhepunkt eines langwierigen Prozesses der Verfolgung, Überwachung, Kriminalisierung und Gewalt gegen die Aktivistin und die indigene Lenca-Gemeinde von Rio Blanco. Die Koordinatorin des Zivilgesellschaftlichen Rates der indigenen und Volksorganisationen in Honduras (COPINH) stand seit 2009 unter dem Schutz der Interamerikanischen Menschenrechtskommission (CIDH). Bisher wurden sieben Personen verurteilt, die als Täter des Mordes identifiziert wurden, darunter Roberto David Castillo Mejía, Geschäftsführer der Firma DESA. Die Prozesse waren jedoch von schwerwiegenden Unregelmäßigkeiten überschattet, die die Rechte der Opfer verletzten. Auch gegen die Auftraggeber und Hintermänner des Mordes wurden bisher nicht ermittelt.

Nach jahrelangem Einsatz und unermüdlicher Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit durch die Familie von Berta Cáceres und den COPINH wurde am 14. Februar 2025 die GIEI in Honduras installiert. Grundlage war ein Abkommen zwischen der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte CIDH, dem Staat Honduras, dem zivilen Rat der indigenen und Basisorganisationen von Honduras COPINH und dem Zentrum für Gerechtigkeit und internationales Recht CEJIL.
Delegation

Rüstungsexporte der USA nach Deutschland

1 Monat ago
Bundeskanzler Friedrich Merz sagt für die CDU/CSU/SPD-Bundesregierung, dass „alle finanziellen Mittel zur Verfügung“ gestellt werden sollen, „die die Bundeswehr braucht, um konventionell zur stärksten Armee Europas zu werden“. Rheinmetall-Chef Papperger plappert das nun nach. Es gibt das inzwischen „verplante“ 100 (…)

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IMI

Bremerhaven: Marinehafen

1 Monat ago
Laut buten un binnen scheint Bremerhaven als ein neuer Marinehafen ins Auge gefasst zu werden: „Nach buten un binnen-Informationen soll Bremerhaven ein heißer Kandidat für einen neuen Marinehafen der Bundeswehr sein. Dabei wird offenbar vor allem auf das Gebiet rund (…)

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IMI

Bewegung im Wandel der „Zeitenwende“

1 Monat ago
Die Informationsstelle Militarisierung e. V. (IMI) wurde 1996 von Aktivist*innen aus dem linksalternativen und antimilitaristischen Spektrum der Neuen sozialen Bewegungen ins Leben gerufen. Der gemeinnützige Verein wurde 2011 mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet und hat heute etwa 300 Mitglieder. IMI-Gründungsmitglied (…)

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IMI

Streetops Music

1 Monat 1 Woche ago

Mit StreetOps Music erwartet Euch Livemusik aus den unterschiedlichsten Genres, von Reggae bis hin zu Deutsch Rap. Die Themen sind breit gefächert, u.a. handeln sie von Frieden, Pazifismus, Menschlichkeit, Antirassismus, Kapitalismuskritik, Utopien und Dystopien, Hoffnung und Aktivismus.

StreetOps Music ist nicht nur eine Band, StreetOps ist eine Aktivistengruppe, die unter anderem viele Aktionen wie z.B. ihre Obdachlosenhilfsaktionen im Winter oder die Demo gegen Sekten wie Scientology veranstaltet.

Mit ihrem neuen Album „Web Are One“ erschaffen sie nicht nur ein Musikalbum, sondern führen thematisch unterschiedliche Bereiche des Aktivismus zusammen. Vernetzung ist dabei ihre oberste Priorität mit dem Ziel - eine entscheidende Stimme gegen Krieg, Ungerechtigkeit, Klimazerstörung, Leid und Rassismus zu sein.

Für die Anti Siko hat StreetOps Music eine neue Zeitreisen Show kreiert, die sie am Marienplatz, während die Umzingelung stattfindet, präsentieren wird. Danach sind sie auf der Abschlusskundgebung mit neuen Songs zu hören, die ebenfalls auf dem kommenden Album erscheinen.

2026VernetzungBilder
admin

Nein zur Intervention - Venezuela ist nicht allein!

1 Monat 1 Woche ago
Nein zur Intervention - Venezuela ist nicht allein! Zeit Mi., 01/07/2026 - 18:00 Ort Marienplatz admin-0 6. Januar 2026 - 23:43 Veranstalter Oekumenisches Buero fuer Frieden und Gerechtigkeit e.V. - Oficina Ecumenica por la Paz y la Justicia
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