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Geleakte Audios belegen Pläne zur Digitalüberwachung mit Israels Software in Honduras

2 Wochen 4 Tage ago

 Von Melanie Schnipper amerika21

Bereits unter der Regierung von Hernández (2014–2022) setzten Sicherheitskräfte in Honduras Technologien zur digitalen Überwachung und Datenanalyse von israelischen und US-amerikanischen Firmen einQuelle:Pixabay Lizenz:Pixabay

Tegucigalpa. Die Online-Plattform Hondurasgate hat neue Audioaufnahmen mit Anweisungen von Präsident Nasry Asfura zur Ausweitung der digitalen Überwachung von Bürger:innen in Honduras veröffentlicht. Asfura soll Parlamentspräsident Tomás Zambrano am 28. Februar und am 7. März 2026 angewiesen haben, über eine Gesetzesinitiative die Anonymität in sozialen Netzwerken aufzuheben und die Überwachung der Zivilbevölkerung über Mobilfunkanbieter mittels israelischer Software zu ermöglichen.

Den Veröffentlichungen zufolge beschreibt Asfura in einer Sprachnachricht vom 7. März 2026 an Zambrano, dass eine Überwachung über die Mobilfunkanbieter Tigo und Claro eingerichtet werden soll. Mit der israelischen Software sei es möglich, Kommunikationsdaten und Kontakthistorien von Mobiltelefonen innerhalb des Landes zu erfassen. Tigo und Claro zählen zu den führenden Telekommunikationsunternehmen in Lateinamerika.

In einer früheren Sprachnachricht vom 28. Februar 2026 fordert Asfura den Parlamentspräsidenten dazu auf, ein Dekret zur Kontrolle sozialer Medien durch das Parlament einzubringen. Ziel sei die von den israelischen Unternehmen geforderte Abschaffung der Anonymität im Netz. Zudem spricht der Präsident davon, die Kontrolle über den Obersten Gerichtshof und die Staatsanwaltschaft zurückzugewinnen. Parallel verhandelt der Kongress einen Gesetzentwurf zur Schaffung des Nationalen Cybersicherheitssystems, durch den die Anonymität im Netz enden und Risiken für die Verschlüsselung von Kommunikation entstehen könnten.

Die Authentizität der insgesamt zwölf geleakten Audioaufnahmen wurde durch eine unabhängige forensische Untersuchung der US-Organisation Earshot bestätigt. Durch Stimmvergleiche sowie die Analyse akustischer Merkmale wie Atem- und Hintergrundgeräusche schloss die Organisation mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Fälschung durch Künstliche Intelligenz aus.

Die Leaks erfolgten kurz vor der Rückkehr des ehemaligen Präsidenten Juan Orlando Hernández nach Honduras nach einer Begnadigung durch US-Präsident Donald Trump. Bereits unter der Regierung von Hernández (2014–2022) setzten Sicherheitskräfte in Honduras Technologien zur digitalen Überwachung und Datenanalyse von israelischen und US-amerikanischen Firmen ein. Dazu gehörten Pegasus und Circles, die das Abfangen von Anrufen und Nachrichten ermöglichen, sowie die Zusammenarbeit mit der israelischen Firma Cellebrite, die Software zur Gewinnung von Daten aus Mobiltelefonen herstellt, und dem US-amerikanischen Technologieanbieter Palantir.

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Delegation

"Wie schaffen wir Frieden?" - Antikriegstag III

2 Wochen 5 Tage ago
"Wie schaffen wir Frieden?" - Antikriegstag III Zeit Di., 09/01/2026 - 19:00 Ort DGB-Haus (neu) Saal, Schwanthalerstr. 64 admin-0 Fr. 31 Jul 2026 - 18:31 ReferentInnen Jürgen Wagner, IMI Nico Pappe, Bonn Veranstalter DGB München
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Ex Präsident Hernández kehrt wegen Korruptionsanklage nach Honduras zurück

2 Wochen 5 Tage ago

 Von Thomas Raabe amerika21

Laut Umfrage sind 73 Prozent der Honduraner:innen für eine Fortführung der Auslieferung von in Drogengeschäfte Involvierte in die USA   Quelle:msocialistashn/Instagram

Tegucigalpa. Der ehemalige honduranische Präsident Juan Orlando Hernández (2014–2022) ist nach Honduras zurückgekehrt, nachdem er in den USA wegen Drogen- und Waffenhandels zu 45 Jahren Haft verurteilt und von Donald Trump begnadigt worden ist. Zu seiner Begrüßung versammelten sich Tausende in Bussen herangeschaffte Sympathisant:innen bei einer Kundgebung. In seiner Ansprache sagte er, er sei "mit Gottes Hilfe und dank der Gebete" zurückgekommen.

Hernández wurde im April 2022 an die US-Behörden ausgeliefert. Das US-amerikanische Bundesgericht in New York hat in zahlreichen Dokumenten, unter anderem den Narco-Notizbüchern, Zeugenaussagen und Chat-Auswertungen mit der kriminellen Vereinigung M13, nachgewiesen, dass er unter anderem mehr als 400 Tonnen Kokain in die USA geschmuggelt hat. (amerika21 berichtete). 

Hernández ist im Zusammenhang mit dem als "Pandora II" bekannten Fall wegen mutmaßlichen Betrugs und Geldwäsche angeklagt und will sich der honduranischen Justiz stellen. Gegenstand der Ermittlungen ist die mutmaßliche Veruntreuung staatlicher Gelder für den Präsidentschaftswahlkampf 2013. In diesem Fall sind auch der ehemalige Präsident Porfirio Lobo (2010–2014), ehemalige Abgeordnete, Unternehmer und Privatpersonen involviert. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll die Gruppe zwischen 2010 und 2013 ein Korruptionsnetzwerk aufgebaut haben, das die Auszahlung von mehr als 288 Millionen Lempiras (rund 10,8 Millionen US-Dollar) an zwei Stiftungen ermöglicht haben soll.

Vorsorglich wurde Ende Juni durch den Obersten Gerichtshof der Haftbefehl bei Hernández' "freiwilliger Vorführung" suspendiert, sodass er sich in Freiheit dem Prozess stellen kann. Der Abgeordnete Hugo Noe Pino der Partei Libre sieht in der Rückkehr ein Risiko für die Demokratie des Landes. "Dass Hernández keine einzige Anklage zu den in den USA bewiesenen Drogendelikten in Honduras habe, gibt uns eine Idee, wie die Justiz in Honduras funktioniere. Er kommt zurück mit einem gewissen Durst nach Rache gegen verschiedene Sektoren, und das ist gefährlich." Darüber hinaus wird ein Machtgerangel um die Führung der Nationalen Partei und somit um die nächsten Wahlen befürchtet.

Der Menschenrechtsexperte Joaquín A. Mejía bezeichnete gegenüber Radio Progreso die Freude der vielen Leute über die Rückkehr eines verurteilten Drogenhändlers als "moralischen Verfall".

Laut der am Dienstag veröffentlichten Meinungsumfrage der jesuitischen Denkfabrik Eric-SJ sind 55 Prozent der Befragten gegen die Begnadigung von Hernández. Knapp 73 Prozent sprechen sich für die Fortführung der Auslieferung von im Drogenhandel involvierten Ex-Präsidenten an die USA aus. Weitere Ergebnisse zeigen, dass 50 Prozent der Bevölkerung die ersten 100 Tage der Regierung von Nasry Asfura als schlecht oder sehr schlecht bewerten, während seine Leistung als Präsident auf einer Skala von null bis zehn eine Durchschnittsnote von knapp vier erhält

Mejía, der an der Umfrage beteiligt war, weist in einem Interview gegenüber criterio.hn besonders auf das fehlende Vertrauen der Bevölkerung in die honduranischen Institutionen hin. Demnach misstrauen 86 Prozent dem Parlament, 82 Prozent misstrauen dem Obersten Gerichtshof. 84 Prozent sprechen der Obersten Wahlbehörde aufgrund der Krise im letzten Wahlprozess ihr Vertrauen ab. 

Mit Blick auf die Korruptionsbekämpfung wurde 2016 die Internationale Mission zur Unterstützung im Kampf gegen Korruption und Straflosigkeit (MACCIH) eingerichtet. Auslöser war die Plünderung des honduranischen Sozialversicherungsinstituts (IHSS), deren Schaden auf mindestens 300 Millionen US-Dollar geschätzt wurde (amerika21 berichtete). Die MACCIH wurde im Januar 2020 wieder aufgelöst, nachdem sie 14 wegweisende Korruptionsfälle vor Gericht gebracht hatte. Dabei wurden verschiedene Korruptionsnetzwerke aufgedeckt, an denen insbesondere Abgeordnete und Beamt:innen der Exekutive beteiligt gewesen sein sollen.

In Bezug auf zukünftige Ermittlungen in Fällen von Korruption ist die Forderung nach einer internationalen unabhängigen Antikorruptionseinheit mit der aktuellen Regierung vom Tisch, denn der neue Präsidialkommissar der Ermittlungskommission wird vom Präsidenten ernannt. Die Kommission ist der Präsidentschaft zugeordnet und somit Teil der Exekutive und besitzt keine eigenen staatsanwaltschaftlichen Ermittlungs- oder Anklagebefugnisse. Dazu kommt, dass die wichtige Schlüsselposition noch immer nicht ernannt wurde

Die Anhörung des angeklagten Hernández ist auf den 3. August 2026 festgesetzt. Es bleibt abzuwarten, inwiefern das honduranische Justizsystem angesichts des derzeitigen institutionellen Gefüges und der politischen Situation in der Lage ist, für Gerechtigkeit zu sorgen.


Delegation

Start des neuen AntiSikoBündnisses

2 Wochen 6 Tage ago
Start des neuen AntiSikoBündnisses Zeit Di., 09/22/2026 - 19:00 Ort EineWeltHaus, Raum 211/212 admin-0 Do. 30 Jul 2026 - 19:04 Veranstalter Aktionsbündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz i.G.
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Frischluftkino: Lumumba

3 Wochen ago
Frischluftkino: Lumumba Zeit Fr., 07/31/2026 - 21:00 Ort EineWeltHaus. Terasse admin-0 Mi. 29 Jul 2026 - 15:58 Veranstalter Trägerkreis EineWeltHaus München e.V.
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Voices from the West Bank

3 Wochen ago
Voices from the West Bank Zeit Fr., 07/31/2026 - 18:00 Ort Bellevue admin-0 Mi. 29 Jul 2026 - 14:47 Veranstalter Amnesty International Bezirk München und Oberbayern und Antirassismusgruppe Uni for Palestine
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Schulstreik ...

3 Wochen 4 Tage ago
Schulstreik ... Zeit Fr., 09/25/2026 - 11:00 Ort München und bundesweit admin-0 Sa. 25 Jul 2026 - 16:30
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Kognitive Kriegsführung und die Rolle der Medien

4 Wochen 2 Tage ago
Kognitive Kriegsführung und die Rolle der Medien Zeit Mi., 09/23/2026 - 18:00 Ort Neues Gewerkschaftshaus, Schwanthalerstr. 64 admin-0 So. 19 Jul 2026 - 23:44 ReferentInnen Dr. Jonas Tögel, Universität Regensburg Veranstalter ver.di Ortsverein Medien München, Gewerkschaftliches Aktiventreffen „Soziales rauf – Rüstung runter!“, IPPNW München (Internationale Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges – Ärzt*innen in sozialer Verantwortung e.V.), vdÄÄ München (Verein demokratischer Ärzt*innen), Münchner Friedensbündnis
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FIESTA MONCADA – HÄNDE WEG VON KUBA

4 Wochen 2 Tage ago
FIESTA MONCADA – HÄNDE WEG VON KUBA Zeit Fr., 07/24/2026 - 19:00 Ort EineWeltHaus - Die Veranstaltung findet im Untergeschoss statt. admin-0 So. 19 Jul 2026 - 23:23 Veranstalter FG KUBA MÜNCHEN & s. Plakat
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Friedensgebet – 30 Minuten für den Frieden in der Welt

1 Monat ago
Friedensgebet – 30 Minuten für den Frieden in der Welt Friedenswochen Zeit Mo., 11/09/2026 - 10:00 Ort Evang.-Luth. Versöhnungskirche, Hugo-Wolf-Straße 16, 80937 München (U2 Haltestelle Harthof) admin-0 So. 19 Jul 2026 - 17:56 ReferentInnen Pfarrerin Dorothee Hermann Veranstalter Evang. Versöhnungskirche , München-Harthof
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Gottesdienst mit Abendmahl zur ökumen. FriedensDekade

1 Monat ago
Gottesdienst mit Abendmahl zur ökumen. FriedensDekade Friedenswochen Zeit So., 11/01/2026 - 10:00 Ort Evang.-Luth. Versöhnungskirche, Hugo-Wolf-Straße 16, 80937 München (U2 Haltestelle Harthof) admin-0 So. 19 Jul 2026 - 17:44 ReferentInnen Pfarrerin Dorothee Hermann Veranstalter Evang. Versöhnungskirche , München-Harthof
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Meinungs- und Kunstfreiheit in Zeiten der Staatsräson

1 Monat ago
Meinungs- und Kunstfreiheit in Zeiten der Staatsräson Friedenswochen Zeit Mi., 11/11/2026 - 19:00 Ort Kulturhaus Milbertshofen, Curt-Mezger-Platz (Milbertshofen) admin-0 Sa. 18 Jul 2026 - 16:40 ReferentInnen Kristin Helberg, u.a. Veranstalter Zeit zu reden medico international DFG-VK München
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Freising: Gedenkt Hiroshima & Nagasaki

1 Monat ago
Freising: Gedenkt Hiroshima & Nagasaki Zeit Do., 08/06/2026 - 16:30 Ort Freising, Marienplatz admin-0 Fr. 17 Jul 2026 - 22:30 Veranstalter ICAN Freising pax christi Freising Anmeldung t
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Filmvorführung: "Warum ich"

1 Monat ago
Filmvorführung: "Warum ich" Zeit Do., 09/10/2026 - 18:00 Ort Metropol-Kino , Schleißheimer Str. 127 admin-0 Fr. 17 Jul 2026 - 18:01 Veranstalter Münchner Friedensbündnis + Metropol-Kino Eintritt 13,50 € Tickets s.o.
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